Antrag im Stadtrat

Bekommt München einen Künstlerfriedhof?

München - Weil auf dem Promifriedhof in Bogenhausen der Platz knapp wird, möchte die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat einen Künstlerfriedhof in München schaffen. Einen entsprechenden Antrag hat sie jetzt gestellt. 

Vor dem Tod ist niemand gefeit, auch nicht Prominente. Eine besondere Grabstätte ist in den Augen der Münchner CSU-Stadtratsfraktion dann besonders wichtig. Getreu dem Motto ‚Ehre wem Ehre gebührt!‘ soll jetzt ein neues Begräbnis-Areal eigens für Künstler geschaffen werden. „München ist eine Stadt der schönen Künste und damit auch Heimat vieler bekannter und berühmter Künstlerpersönlichkeiten, die nach ihrem Ableben oft an herausgehobener Stelle begraben werden wollen“, heißt es im Antrag der Fraktion.  

Keine Aufnahmekapazitäten

Bislang gelten der bekannte Promifriedhof in Bogenhausen (St. Georg), aber auch viele andere Ortsfriedhöfe, als beliebter Ort der ewigen Prominenten-Ruhe. Doch der platz für weitere Gräber wird knapp. Daher soll in München auf einem der großen Friedhöfe - Nordfriedhof (32.700 Grabstätten), Ostfriedhof (34.000) Westfriedhof (41.700) oder Waldfriedhof (64.500) - ein Künstlerfriedhof eingerichtet werden.

Beispiel Zentralfriedhof in Wien

Als vergleichbares Beispiel erwähnt die CSU den berühmten Zentralfriedhof in Wien. „Hier können Bewunderer und Fans der verstorbenen Persönlichkeiten gedenken und auch nach deren Ableben ihnen ihre Referenz erweisen“, heißt es im Antrag der Partei weiter.

OB und Ältestenrat haben das letzte Wort

Wann und auf welchem Münchnern Groß-Friedhof Platz für verstorbenen Künstler geschaffen wird, steht noch in den Sternen. Sollte es tatsächlich so weit sein, bleibt laut CSU eine Sache ganz gewiss beim Alten: „Die Entscheidung, wer auf dem Friedhofsteil im Einzelnen bestattet werden kann, trifft ,wie bisher auch, der Oberbürgermeister in Benehmen mit dem Ältestenrat de Stadtrates.

js

Rubriklistenbild: © Jantz

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