Nachfolger steht fest

Stadtrat Gerhard Mayer wird Chef im Wohnungsamt

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Gerhard Mayer.

Gerhard Mayer (SPD) wird Leiter des Amtes für Wohnen und Migration. Das hat der Feriensenat gestern in nicht-öffentlicher Sitzung ohne weitere Diskussion entschieden. Der 57-jährige folgt Rudolf Stummvoll nach, der bereits Ende Juni in Ruhestand gegangen ist.

„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und darauf, sie gemeinsam mit den Mitarbeitern zu stemmen.“ Wann genau Mayer die Leitung des Amtes übernimmt, ist jedoch offen. Der Stadtrat arbeitet derzeit noch in der Verwaltung des Kreisjugendrings im Bereich Finanzen und Organisation. Würden die Kündigungsfristen eingehalten, könnte Mayer erst zum neuen Jahr wechseln. Anfang September sind daher noch Gespräche mit Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) geplant.

Mayer sitzt seit 2016 für die SPD im Stadtrat, rückte damals für die jetzige Schulreferentin Beatrix Zurek nach. Zudem ist er seit 2010 Schatzmeister in der Partei und sitzt im Verwaltungsrat des TSV 1860 München. Seine neue Aufgabe im Wohnungsamt halte er für essenziell, sagte Mayer auf Anfrage unserer Zeitung. „Ich fand es auch schwierig, dass sich niemand kümmern wollte. Ohne meine Bewerbung hätte es niemanden gegeben.“ Mayer war am Schluss tatsächlich der einzige Bewerber. „Es ist wichtig, dass das Amt von jemandem geführt wird, der die Münchner Situation kennt und im Sinne der Münchner damit umgehen kann.“

Die Stadt hat einen Bestand von circa 85 000 Wohnungen, die über das Amt für Wohnen und Migration mit seinen 1130 Mitarbeitern vergeben werden, darunter circa 43 000 Sozialwohnungen. Von diesen Wohnungen werden jährlich ungefähr 3200 Wohnungen neu vergeben.

Mayer muss sein Stadtratsmandat im Übrigen niederlegen, sobald er die Amtsleitung übernimmt. Nachrücken in das Gremium würde Isabella Fiorentino aus Hadern. Für sie könnte eine kurze Amtszeit werden – je nachdem wann Gerhard Mayer ausscheidet. Denn im März 2020 sind Kommunalwahlen. Fiorentino sagte gestern: „Die Amtsperiode läuft bis zum 30. April. Ziel ist es, die SPD im Rathaus zu vertreten. Und das wird sicher Spaß machen.“ 

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