Zweiter Standort für Veranstaltung 

Stadtrat München entscheidet: Kulturstrand an Corneliusbrücke und auf Willy-Brandt-Platz - Wer sich bewerben will und wer nicht

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Der Kulturstrand wird auch an der Corneliusbrücke ausgerichtet.

Der Kulturstrand wird nächstes Jahr auch auf dem Willy-Brandt-Platz stattfinden. Das hat der Kreisverwaltungsausschuss gestern entschieden. Damit gibt es neben der Veranstaltung an der Corneliusbrücke erstmals einen zweiten Austragungsort.

Die Stadt will testen, ob sich damit der Platz vor den Riem Arcaden beleben lässt. Der Ostpark ist als Ausrichtungsort derweil vom Tisch.

Die Standortfrage war aufgekommen, weil der Vater- Rhein-Brunnen wegen der Sanierung der Ludwigsbrücke in den kommenden zwei Jahren nicht zur Verfügung steht. Und auch der Standort an der Corneliusbrücke hat eine absehbare Haltbarkeitszeit – dort soll bekanntlich das König-Ludwig-Denkmal erneuert werden.

Mit den zwei Kulturstränden könne man gut leben, sagte SPD-Vize Christian Vorländer im Ausschuss. „Wir halten es für eine ganz tolle Idee. Der Willy-Brandt-Platz kann eine gewisse Belebung und zusätzliche Attraktivität gut gebrauchen.“ Wie berichtet, hatte der Stadtrat unlängst einem Konzept zugestimmt, das die Aufwertung des Platzes vorsieht. Sebastian Schall (CSU) sagte: „Im Ostpark ist viel los, der Kulturstrand hätte zu einer Überfrachtung des Angebotes geführt. Wir glauben, dass er am Willy-Brandt-Platz funktioniert.“ Richard Progl (Bayernpartei) hätte den Ostpark dennoch gern als Standort ausprobiert. „Wir wollen ja, dass die Veranstaltung immer mal wieder woanders stattfindet.“ Und die Grünen hätten sich auch insgesamt drei Standorte vorstellen können. „Aber das ist auch eine gute Lösung“, sagte Fraktionschef Florian Roth.

Jetzt will die Stadt den Betrieb der Kulturstrände ausschreiben. Bewerben werden sich die Urbanauten, wie deren Chef Benjamin David gestern auf Anfrage bestätigte. „Für die Corneliusbrücke auf jeden Fall, den Willy-Brandt-Platz müssen wir uns mal anschauen.“ Nicht bewerben wird sich Zehra Spindler. „Wir haben einfach schlechte Erfahrungen gemacht.“ 2016 erhielt Spindler mit ihrer „Urban League“ den Zuschlag der Stadt. Es folgten Streit und eine Klage der Urbanauten. In der nächsten Ausschreibung sicherten sich diese den Strand für die Jahre 2017, 2018 und 2019 wieder. Spindler: „Man hört, dass sowieso schon klar ist, wer den Kulturstrand bekommt.“ 

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