Mangel in manchen Vierteln

SPD fordert bessere Hausarzt-Verteilung

+
Eigentlich hat München mehr als genug niedergelassene Mediziner, doch die Praxen sind ungleich verteilt. 

München braucht eine bessere Verteilung seiner Haus- und Kinderärzte, findet die SPD-Stadtratsfraktion. 

München - Zwar hat die Stadt mehr als genug niedergelassene Mediziner: Bei Kinderärzten beträgt der Versorgungsgrad 133,9 Prozent, bei Hausärzten mehr als 100 Prozent. Allerdings verteilen sich diese wie berichtet sehr unterschiedlich über die Stadtviertel. Die SPD hat OB Dieter Reiter aufgefordert, sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) auszutauschen. Ziel: die Planungsbereiche zu verkleinern.

Die bundesweite Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sieht vor, dass es einen Allgemeinarzt für 1671 Einwohner geben muss. In Sendling-Westpark jedoch kommt ein Hausarzt auf 2086, in Milbertshofen-Am Hart auf 2220 und im Schlusslicht Hadern auf 2284 Einwohner. Am besten versorgt ist Altstadt-Lehel mit einem Hausarzt pro 201 Einwohner, auch die anderen Innenstadtbezirke liegen weit über dem Schnitt.

Die Krux ist, dass der Mittelbereich, für den erhoben wird, auf wie viele Einwohner ein Hausarzt kommt, sehr groß ist. Er umfasst Stadt, Landkreis und weitere Gemeinden. Dieses riesige Gebiet ist zu 116 Prozent mit Hausärzten versorgt – ab 110 Prozent dürfen keine weiteren Praxen eröffnen. Wie die Ärzte räumlich verteilt sind, spiegelt dies jedoch nicht wider.

Die SPD kritisiert, dass so manche Viertel fast unterversorgt sind und Hausärzte dort keinen Nachfolger finden. Wegen der Ungleichverteilung müsse die Planungsregion unterteilt werden in die einzelnen Viertel oder die verwendeten Sozialregionen.

Lesen Sie hier den Gastbeitrag zweier Ärzte: „An die Eltern, die ihre Kinder vegan ernähren - Vorsicht!“ Außerdem: Wenn Schulstress krank macht“ und ein Abteilungsleiter aus dem Haunerschen Kinderspital im Interview: „Wir sind immer wieder überbelegt“

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Faktencheck: Darum kostet die Wohnungsnot die Stadt Millionen
Faktencheck: Darum kostet die Wohnungsnot die Stadt Millionen
Semmeln heimgebracht: MVG-Busfahrer lässt Passagiere allein
Semmeln heimgebracht: MVG-Busfahrer lässt Passagiere allein

Kommentare