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Grüne Überraschung

Stadtrats-Listenplatz 18: Hep mischt wieder mit

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So schnell wirst du mich nicht los: Hep Monatzeder und Sabine Nallinger bei dessen 60.

München - Hep Monatzeder (62) sorgte bei den Grünen am Samstag nicht nur für eine faustdicke Überraschung, sondern lobte auch Stadtrats-Spitzenkandidatin Sabine Nallinger über den grünen Klee.

Bei der Aufstellungsversammlung für die Stadtratskandidaten kandidierte der 3. Bürgermeister für den Listenplatz 18, ohne dass er zuvor seine Bewerbung angekündigt hatte. Obwohl dieser Platz bereits heiß umkämpft war, erhielt er die meisten Stimmen. „Ich brauche keinen vorderen Listenplatz“, verkündete Monatzeder und betonte: „Die Spitzenkandidatin heißt Sabine Nallinger, sonst niemand.“

Die beiden waren sich zeitweilig nicht sehr grün gewesen, nachdem sich die Basis überraschend eindeutig nicht für ihn, den bekannten Bürgermeister, sondern für die 49-jährige Stadt- und Verkehrsplanerin Nallinger entschieden fürs OB-Rennen im März hatte. Monatzeders Groll schien am Samstag verraucht zu sein. Und im kleinen Kreis räumte er ein, dass er auf den OB-Posten ohnehin nicht besonders scharf gewesen sei: „Das ist ein mörderischer Job.“ Er wolle nur noch als Stadtrat arbeiten: „Es gibt keine weiteren Ambitionen.“ Warum der 1860-Fan ausgerechnet für Platz 18 kandidierte, verriet der Löwen-Fan der Versammlung nicht. Wer auf Platz 60 schaut, versteht warum: Hier steht das 1860-Aufsichtsratmitglied Christian Waggershauser.

Mit Kampfgeist trat Sabine Nallinger für den Listenplatz 1 an: „Wir haben einen guten Job gemacht in München.“ Und: „Wir wollen aus München die grünste Metropole Europas machen.“ 83,5 Prozent der rund 240 Wahlberechtigten votierten für Nallinger — für grüne Verhältnisse ein sehr gutes Ergebnis. Konkurrenzlos traten auch Florian Roth („Die Olympischen Spiele sind nicht Schwerpunkt unserer Stadtpolitik“) und Gülseren Demirel („Ich sehe nicht ein, warum wir ein Kommunalreferat brauchen“) an.

Ab Platz 4, den Paul Bickelbacher erobern konnte, setzte dann der Kampf um die aussichtsreichen Listenplätze ein. Unter den ersten 20 gibt es überraschend viele neue Gesichter. Jubel herrscht bei der Grünen Jugend, die den 23-jährigen Physik-Studenten Dominik Krause auf Platz 8 ins Rennen schickt. Ein neuer Kandidat kam mit dem Rollstuhle: Oswald Utz, Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt, erreichte Platz 14.

Setzen die Grünen wieder auf Rot-Grün? Sabine Nallinger will sich noch nicht festlegen. Die Grünen in der Opposition? Bloß nicht, warnt Sabine Nallinger: „Eine Große Koalition würde in München Stillstand bedeuten!“ Die OB-Kandidatin: „Wer gute Luft will, wer wieder in der Isar baden will, wer bezahlbaren Wohnraum will, der setzt auf das Original, auf uns.“

Ebu

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