Chef erwartet weiter schlechte Ergebnisse

Stadtwerke: Mehr Schulden

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Stadtwerke-Geschäftsführer Florian Bieberbach vor der Zentrale.

München - "Die Verschuldung ist weiter angestiegen. Das Ergebnis ist auch nicht besser geworden": Das sagte SWM-Chef Florian Bieberbach dem Münchner Merkur.

Schon länger stecken die großen Energieversorger in der Krise. Eon etwa schiebt einen Schuldenberg von 30 Milliarden Euro vor sich her. Ganz so dramatisch ist die Situation der Münchner Stadtwerke zwar nicht. Trotzdem: Letzte bekannte Zahlen weisen zwei Milliarden Euro Schulden und sinkende Gewinne aus. „Die Verschuldung ist weiter angestiegen. Das Ergebnis ist auch nicht besser geworden“, sagte SWM-Chef Florian Bieberbach dem Münchner Merkur. Ursächlich dafür sei ein Preisverfall im Stromhandel. Die Situation sei ernst, sagte Bieberbach. Man werde noch zwei oder drei Jahre „eine Durststrecke mit relativ schlechten Ergebnissen durchlaufen“. Deshalb hat er am Montag seinen Führungskräften ein umfassendes Spar- und Effizienzprogramm verordnet. Größere Stellenstreichungen soll es nicht geben, stattdessen soll bei internen Kosten und Zusatzleistungen für Mitarbeiter gespart werden. Die Stadtwerke-Kunden will Bieberbach nicht stärker belasten.

Problematisch ist, dass die Erträge aus dem Stromgeschäft die Bereiche der Stadtwerke finanzieren sollen, die rote Zahlen schreiben – wie den Nahverkehr. Deshalb fordert Bieberbach Unterstützung von der Stadt, um die Krise in der Strombranche bewältigen zu können. Für die Stadt kündigt sich damit das Ende einer komfortablen Phase an: Jahrelang schütteten die Werke 100 Millionen Euro an ihre Gesellschafterin – die Stadt – aus.

Moritz Homann

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