SWM dementieren 

FDP-Vorwurf: Schätzen die Stadtwerke den Strom-Verbrauch?

Schätzen die Stadtwerke München lediglich den Stromverbrauch ihrer Kunden – obwohl konkrete Ablesedaten der Stromzähler vorliegen? Die FDP will genau dies mit einer Anfrage klären.

München - Laut Fraktions-Chef Michael Mattar habe es zuletzt entsprechende Berichte von Bürgern gegeben. Demnach wichen die Schätzungen „deutlich von der Kundenablesung“ ab. „Diese Praxis der Stadtwerke ist aus unserer Sicht unverständlich und nicht bürgerfreundlich.“

Auf Anfrage unserer Zeitung teilen die Stadtwerke mit, dass die Unterstellung sachlich falsch sei. „Grundsätzlich verwenden die SWM für die Erstellung der Rechnung die Daten, die ihnen vom Kunden übermittelt werden“, sagt ein Sprecherin.

Die Ablesewerte durchliefen anschließend eine Plausibilitätsprüfung. Das sei auch im Sinne des Kunden, schließlich könne es passiert sein, dass eine Kommastelle bei der Ablesung verrutscht ist oder eine falsche Zahl notiert wurde. „Falls die Daten stark abweichen, nehmen die SWM Kontakt mit dem Kunden auf und bitten um Prüfung des angegebenen Zählerstands.“

SWM stellt klar: Maschinelle Errechnung statt Schätzung

Bei einer geringen Zahl von Fällen erhalten die SMW allerdings keinen Zählerstand vom Kunden oder können den Zähler nicht ablesen. „In einem solchen Fall erfolgt eine maschinelle Errechnung, keine Schätzung. Sollte der Kunde Zweifel an der Rechnung haben, darf sich der- oder diejenige jederzeit an die SWM wenden“, sagt die Sprecherin der Stadtwerke. Etwaige Fehler würden dann umgehend korrigiert. 

Die Stadtwerke München versorgen nach eigenen Angaben mehr als 90 Prozent der Münchner Haushalte mit Strom, bundesweit 250 000 mit Ökostrom. Das Unternehmen hat 2018 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Zum Vergleich dazu: Der Gesamthaushalt der Landeshauptstadt München beträgt 2019 voraussichtlich 7,5 Milliarden Euro.

Sascha Karowski

Das Gutachten des TÜV über die Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Nord und möglichen Ausstiegsszenarien sorgt für Ärger. Das Bündnis „Raus aus der Steinkohle“ sowie die ÖDP als Initiator des Bürgerentscheids kritisieren das Papier – und fordern eine neues Gutachten.

„Dieter Reiter darf sich nicht zu sicher sein“, meint Klaus Vick in seinem Kommentar zur OB-Wahl 2020 in München. Darum könnte es für Reiter eng werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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