Was Aufsichtsratschef Ude dazu sagt

Stadtwerke: Personalchef schmeißt hin

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Reinhard Büttner will sich neuen Herausforderungen stellen.

München - Die Nachricht überraschte  nicht nur die 7435 Beschäftigten der Stadtwerke: Personalchef Reinhard Büttner (60) gibt sein Amt ab. Was OB und SWM-Aufsichtsratschef Christian Ude dazu sagt:

In der Aufsichtsratssitzung der SWM gab Büttner am Donnerstag eine Erklärung zu Protokoll, dass er seinen am 2. September auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte. Er möchte sich „neuen beruflichen Herausforderungen stellen“, hieß es.

Büttner, selbst Verdi-Mann und SPDler, war vor 15 Jahren von den Arbeitnehmern im Aufsichtsrat vorgeschlagen geworden. Bei Tarifkonflikten im Öffentlichen Dienst war er aber Verhandlungsführer der kommunalen Betriebe in Bayern. Warum er jetzt plötzlich hinwirft? Laut OB und SWM-Aufsichtsratschef Christian Ude gab es „starke Spannungen zwischen der Arbeitnehmerbank und ihm“. Die Arbeitnehmervertreter hätten seinen Vertrag nicht verlängern wollen. Dem widerspricht Heinrich Birner, Aufsichtsrat und Geschäftsführer von Verdi München. „Wir wurden am Donnerstag von Büttners Rückzug überrascht. Wir hätten ihn gewählt.“

Gab es einen Stimmungswandel bei den Arbeitnehmern kurz vor der Sitzung? Hatte Büttner den Gewerkschaften etwas versprochen? Birner will dazu nichts sagen. Dafür sagt ein Aufsichtsrat zur tz: „Der Personalchef muss zuerst die Interessen der Firma im Auge haben.“ Büttner selbst wollte sich nicht äußern.

J. Welte

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