Gesamt-Minus von 125 Millionen Euro

Städtische Kliniken: Bilanz-Operation

München - Die städtischen Kliniken sind auf dem Weg der Besserung: Der operative Verlust wird dieses Jahr mit einem Minus von 38 Millionen Euro sogar etwa eine Million geringer ausfallen als erwartet.

So weit so gut. Allerdings hat ein Gutachten ergeben, dass in den Kliniken ein erheblicher baulicher Instandsetzungs-Stau herrscht. Damit die anstehenden Investitionen nicht die Bilanzen der kommenden Jahre belasten, sollen diese Sanierungskosten heuer als Verlust verbucht werden. Damit macht das Klinikum dieses Jahr ein Gesamt-Minus von 125 Millionen Euro.

„Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um alle Kosten, die auf uns zukommen, transparent zu machen und damit unser Unternehmen auf ein solides Fundament zu stellen“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Elizabeth Harrison. Am Freitag berichtete sie dem Aufsichtsrat von ihren Bilanz-Plänen. Das Grundkapital würde mit dieser Operation nicht aufgezehrt, sie soll dem städtischen Klinikkonzern aber ermöglichen, bis 2015 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Dr. Harrison: „Wir gehen von einem realistischen Wachstum aus, das es uns ermöglicht, einen erheblichen Teil der anfallenden Instandhaltungskosten selbst zu finanzieren.“ Aufsichtsratsvorsitzender Hep Monatzeder lobt das Sanierungskonzept: „Diesen Weg gilt es ,konsequent zu verfolgen, um das Unternehmen langfristig erfolgreich zu machen.“

Johannes Welte

Rubriklistenbild: © Klaus Haag (Symbolbild)

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