Angst vor der Dauerbaustelle

Entsetzen in Haidhausen

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In Haidhausen geht die Angst vor dem 2. Tunnel um. Kommt es jetzt zu neuen Demos?

München - Die Nachricht vom Durchbruch für die 2. S-Bahn-Stammstrecke hat in Haidhausen wie eine Bombe eingeschlagen. Die Bürgerinitiative gibt nicht auf und will kämpfen.

„Der Bau wäre für uns eine Katastrophe“, so Ingeborg Michelfeit, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen den Tunnelbau. Für sie ist es eine Horrorvorstellung, dass die Haidhauser ein Jahrzehnt lang auf einer Baustelle sitzen sollen.

Kampflos, so Michelfeit, werde dies die BI nicht hinnehmen. „Es wird Klagen geben.“ Und „unter Vorbehalt“ vielleicht auch einen Bürger-entscheid. Über beides werde die BI noch in dieser Woche bei der Jahresversammlung diskutieren. Michelfeit lehnt das Projekt aber nicht (nur) als Haidhauserin ab: „Wird gebaut, dann ist das sicher der größte Fehler, der je im öffentlichen Nahverkehr gemacht wurde. Denn der Tunnel wird nie den Nutzen bringen, den man sich erhofft. Außerdem sind zwei Milliarden für zehn Kilometer viel zu teuer.“

Es wäre sinnvoller, endlich mit überschaubaren Projekten anzufangen. 300 Mitglieder hat die Bürgerinitiative bisher – über ihre Schlagkraft sagt aber ein Satz von Michelfeit mehr aus: „Wir sind finanzstark. Das ist wichtig! Vor allem für die Klagen.“

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tz

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