S-Bahn-Notprogramm im Berufsverkehr

München - Für tausende Pendler ist der abendliche Berufsverkehr am Montag einmal mehr zur Geduldsprobe geworden. Ein Defekt an der Zugnummer-Meldeanlage war Schuld an dem erneuten Chaos.

Wegen einer Störung auf der Stammstrecke kam es ab 16 Uhr zu erheblichen Verspätungen und Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr. Nach Angaben der Bahn war in der Betriebszentrale an der Donnersbergerbrücke die Zugnummer-Meldeanlage ausgefallen.

Anhand der Zugnummern wird der Betrieb auf der Stammstrecke organisiert. Die Fahrdienstleiter wissen, welche Nummern gerade auf der Stammstrecke unterwegs sind und können so bestimmen, welche Bahn wann einfädelt. Fällt die Meldeanlage aus, kann der Betrieb nicht aufrecht erhalten bleiben.

Die Bahn richtete daraufhin ein Notprogramm ein: Auf allen Linien kam es zu Ausfällen und Verspätungen. Die S 1 Freising/Flughafen verkehrte beispielsweise nur bis zum Hauptbahnhof. Die S 6 Tutzing begann und endete oberirdisch am Hauptbahnhof und hielt bis Pasing nicht an. Die S 7 fuhr nur zwischen Hauptbahnhof und Wolfratshausen – zwischen Innenstadt und Heimeranplatz stoppten die Züge aber nicht. Die S 27 entfiel komplett. Die Linie S 8 Flughafen – Herrsching fuhr zwar auf ihrer regulären Strecken, allerdings kam es auch hier zu erheblichen Verzögerungen.

Gegen 16.45 Uhr gelang es Technikern, die Anlage neu zu starten. Die Verspätungen zogen sich jedoch bis in die Abendstunden.

sri

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