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Star-Anwalt Dingfelder ist tot - Skurrile Trauer-Karte

Die Traueranzeige: Das Foto mit Engelsflügeln zierte eine Weihnachtspostkarte der Anwaltskanzlei

München - Star-Anwalt Wolfgang Dingfelder ist im Alter von 64 Jahren gestorben. "Meine Arbeit ist getan", heißt es in der Trauerkarte seiner Angehörigen.

Wenn Münchner Promis Probleme mit der Justiz hatten, wandten sie sich oft an Rechtsanwalt Wolfgang Dingfelder. Unter anderen hatte er Max Strauß, Eckart Witzigmann und Angela Wepper verteidigt. Jetzt starb der Strafverteidiger nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren.

„Meine Arbeit ist getan“, heißt es in der Trauerkarte seiner Angehörigen. Das Foto zeigt den Star-Anwalt als Engel. Es war vor einigen Jahren in einer Kanzlei am Altheimer Eck enstanden. Er und seine Kollegen Andreas von Máriássy, Wilfried Eysell und Annette von Stetten hatten sich für eine witzige Weihnachtspostkarte Flügel umgebunden.

Dingfelder verteidigte 1993 Sternekoch Eckart Witzigmann, 2001 vertrat er Angela Wepper. Einen Freispruch konnte Dingfelder für einen österreichischen Bezirksrichter herausholen, der 2004 wegen sexuellen Missbrauchs eines 13-Jährigen im Tölzer Alpamare in München auf der Anklagebank saß.

Sein prominentester Mandat: Anwalt Wolfgang Dingfelder (r.) mit Max Strauß

Über Bayerns Grenzen bekannt wurde Dingfelder durch die Verteidigung von Florian Haffa (Ex-Boss von EM.TV) und Andreas von Zitzewitz (Ex-Vorstandschef von Infineon). Sein prominentester Mandant war aber Max Strauß: Der Ministerpräsidenten-Sohn wurde 2004 vom Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Waffengeschäften zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof kassierte dieses Urteil auf Antrag Dingfelders.

„Er gehörte zu den besten Münchner Strafverteidigern“, sagt Anwalt Thomas Pfister, der bei Dingfelder als Referendar gelernt hatte. „Ihm verdanke ich meinen guten Start als Strafverteidiger.“ Anwalt Steffen Ufer schildert Dingfelder als „diplomatischen und cleveren Anwalt“, der oft hinter den Kulissen die Fäden gezogen habe: „Er war nicht ungeschickt mit seinen Kontakten zu Staatsanwälten und Richtern.“

2009 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz für seine besonderen Verdienste vor allem als Dozent geehrt. Dingfelder, der starker Raucher war, konnte zuletzt krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten. Die Trauerfeier findet am Mittwoch in der Allerheiligen-Hofkirche statt. Anschließend treffen sich die Trauergäste in Schumann’s Bar.

E. Unfried

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