Napoleon Süßmeier als Kellnerin

Ozapft is’! Starkbieranstich im Augustinerkeller

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Wirte-Napoleon Richard Süßmeier (re.) marschierte mit seiner treuen Kellnerin Maria in den Augustinerkeller und schenkte dort den Gästen sauber ein.

München - Beim traditionellen Starkbieranstich im Augstinerkeller schlüpfte Wirte-Napoleon Richard Süßmeier am Montag wieder ins Kellnerinnen-Kostüm um "abzurechnen".

Blonde Locken, weißes Häubchen: Steht ihm gut, die weibliche Seite! Am Montag schlüpfte Wirte-Napoleon Richard Süßmeier wieder ins Kellnerinnen-Kostüm – und rechnete beim Maximator-Anstich im Augustinerkeller als grantige Bedienung Maria mit den Großkopferten ab. Die waren zwar nicht eingeladen, bekamen aber trotzdem ihr Fett weg!

600 Stammgäste hatte Wirt Christian Vogler zum Derblecken in die Arnulfstraße geladen – der Festsaal platzte wieder aus allen Nähten. Mitten drin ein ganz besonderer Ehrengast: Ferdinand Schmid, der bescheidene Bierpatron, 20 Jahre lang Chef der Augustiner-Brauerei, feierte seinen 88. Geburtstag. Glückwunsch! Er lächelte fast ein wenig schüchtern, als ihm die Gäste ein Ständchen sangen — eben kein Großkopferter, und deshalb passt der Jubilar so gut hier her. Im Gegensatz zum Medienspektakel am Nockherberg (läuft am Mittwoch) muss die Polit-Prominenz im Augustinerkeller draußenbleiben. Hier bleibt man unter sich – ohne Seehofer, Ude & Co.! Traditionell wird der Maximator-Anstich (7,7 Prozent Alkohol) mit dem Stammpublikum gefeiert.

Wiesn, Papst & Stammstrecke

„Das Fest ist ein Dankeschön für die, die uns das ganze Jahr begleiten“, sagt Wirt Christian Vogler. Heißt bei Augustiner auch: Alles wie gehabt. Das Bier stiftet die Brauerei, der Wirt spendiert das Essen. Schon zum 13. Mal feixte Richard Süßmeier als Kellnerin Maria (eine ehemalige Augustinerkeller-Bedienung lieferte die Vorlage für die Figur) auf der Bühne, witzelte über die Wiesn-Reservierungen, den Papst und die zweite Stammstrecke. Bis kurz vor dem Auftritt feilte der 82-Jährige an der Rede: „Muss schließlich alles aktuell sein!“

Raus kam wieder eine launige Fastenrede, die der 1,63 Meter große Süßmeier wie jedes Jahr auf einem Bierkastl hinter dem Rednerpult vortrug. Der Starkbieranstich im Augustinerkeller: Zwar nicht so pointiert und spitzzüngig wie auf dem Nockherberg – aber für die Gäste eine mindestens ebenso große Gaudi.

Christina Schmelzer

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