Co-Autor wird wieder Christian Springer/ Predigt hatte vor allem dem Volk gefallen

Starkbieranstich: Lerchenberg bleibt Bruder Barnabas

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Michael Lerchenberg bei seinem Debüt als Bruder Barnabas beim Starkbieranstich 2008

Die Neuigkeit auf dem Nockherberg: Beim Starkbieranstich 2009 bleibt alles beim Alten.

Michael Lerchenberg wird wieder in die Rolle des Fastenpredigers Bruder Barnabas schlüpfen, die gefürchtete Predigt wird der 54-jährige Schauspieler erneut mit Kabarettist Christian „Fonsi“ Springer als Co-Autor schreiben. Das hat Paulaner-Chef Andreas Steinfatt gestern Abend bekannt gegeben.

„Die Entscheidung für das Duo Lerchenberg-Springer ist vor ein paar Wochen gefallen“, sagte Steinfatt. „Wir sind die Verbindung ja bereits vergangenes Jahr mit dem Ziel eingegangen, auch mittelfristig zusammenzuarbeiten und wieder Ruhe und Kontinuität auf den Nockherberg zu bringen.“ Von Ruhe konnte in den Tagen nach der Predigt am 21. Februar 2008 allerdings nicht die Rede sein: „Das war schon turbulent“, sind sich Steinfatt, Lerchenberg und Springer einig und meinen den Aufruhr, den die Rede in Politik und Medien verursacht hatte. Kein Bußprediger vor Lerchenberg habe so hart derbleckt, so die einhellige Meinung. Ministerpräsident Günther Beckstein hatte der wütende Fastenprediger „Gebrauchtwagenverkäufer-Charme“ attestiert, CSU-­Generalsekretärin Christine Haderthauer hatte er als „Barbiepupperl der CSU“ bezeichnet, CSU-OB-Kandidat Josef Schmid hatte Lerchenberg – wohlgemerkt

kurz vor der Wahl – im Festsaal aufstehen lassen: „Damit man weiß, wer Sie gewesen sind.“

Josef Schmid verlor, wie erwartet, die Wahl gegen OB Ude – und viele Nockherberg-Kenner glaubten, dass es Lerchenberg in seiner Rolle als Bruder Barnabas genauso gehen würde, wie er es Schmid prophezeit hatte. Dass bald keiner mehr wissen würde, dass der Schauspieler nach 22 Jahren als Stoiber-Double im Singspiel im Jahr 2008 auch ein (einziges) Mal Nockherberg-Prediger gewesen war.

„Theoretisch hätten ja auch Christian Springer und ich sagen können, wir machen nicht weiter“, gab Michael Lerchenberg zu bedenken. Die Reaktionen auf seine Bußpredigt hatten das Autoren-Team regelrecht überrollt. „Aber sie waren durchweg positiv. Vor allem aus der Bevölkerung kommt bis heute breite Zustimmung“, sagt Christian Springer.

Ob die Rede nächstes Jahr wieder so scharf wird? „Kommt auf die politischen Verhältnisse an“, so Lerchenberg, der wie Springer schon fleißig Pointen sammelt. „Heuer hat die Predigt die große Kluft zwischen den Menschen und der Politik widergespiegelt. Wir haben gesagt, was gesagt werden hat müssen.“ Nächstes Jahr steht die Bußpredigt sicherlich im Zeichen der bevorstehenden Bundestagswahl, wie das Autoren-Team verrät. „Wir haben jetzt schon ständig das Bedürfnis, uns zu sehen“, bekennen Lerchenberg und Springer. Leider gelingt das wegen der vollen Terminkalender noch zu selten. Klingt schmachtend, fast romantisch, ist so aber nicht gemeint. Lerchenberg: „Auch der Nockherberg 2009 wird keine Pitschi-Patschi-Wohlfühlveranstaltung.“

Simone Herzner

Quelle: tz

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