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Start in die Radl-Saison: Eine spannende Tour durch München

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Von: Claudia Schuri

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Die Isar ist ein beliebtes Ziel bei Radlern in München.
Die Isar ist ein beliebtes Ziel bei Radlern in München. © Ralf Kruse

Die Radl-Saison kommt ins Rollen: Dieses Wochenende bietet sich die Gelegenheit zu einem spannenden Ausflug. Nach einer Corona-Pause findet eine Tour wieder statt, die das Münchner Forum gemeinsam mit einigen Partnern organisiert. „Es kann jeder mitfahren“, sagt Klaus Bäumler vom Forum. Das ist die Strecke:

1 Isarwerk III: Die Tour startet um 14 Uhr am Badeplatz an der Wittelsbacherbrücke. Eine Station ist das Isarwerk III, bei dem im Schnitt jährlich Strom für 6800 Haushalte erzeugt wird. „Das Werk ist weiter in Betrieb, aber die Konzession ist ausgelaufen“, sagt Bäumler. Er hofft auf eine schnelle Durchführung des Wasserrechtsverfahrens.

2 Braunauer Eisenbahnbrücke: Die Brücke aus dem Jahr 1871 ist ein Technikdenkmal. Das Münchner Forum wünscht sich einen Fuß- und Radweg am historischen Teil der Brücke. „Das wäre eine optimale Verknüpfung von Untergiesing, dem Flaucher und der Theresienwiese“, erklärt Bäumler.

3 Friedenseiche von 1871: Die Friedenseiche wurde im Jahr 1871 von 12000 Schulkindern gepflanzt, um das Ende des Deutsch-Französischen Krieges zu feiern.

4 Denkmal Bürgermeister Jakob von Bauer: Bürgermeister Jakob von Bauer gründete am 1. Mai 1839 die Flaucheranlagen. „Der Flaucher war 1839 die erste städtische Grünanlage in München“, sagt Bäumler. „Er ist ein Sinnbild für urbanes Grün.“

5 Isarphilharmonie am großen Stadtbach: Münchens neuer Konzertsaal wurde im Oktober 2021 eröffnet. Die Isarphilharmonie bietet Platz für 1900 Personen und ist zunächst ein Ausweichquartier während der Sanierung des Kulturzentrums Gasteig. „Vor allem, wenn es eine permanente Einrichtung werden sollte, hoffen wir, dass ein Fuß- und Radweg über den Mittleren Ring kommt“, sagt Bäumler.

6 Spielplatz bei der Flaucher-Gaststätte: Dieser Spielplatz wurde in die Nähe der Gaststätte verlegt. „Er wird sehr gut angenommen“, so Bäumler.

7 Auermühlbach-Düker: „Die Todeswalze muss umgebaut werden“, fordert Bäumler. „Nur mit Warnschildern wird die Stadt ihrer Verantwortung nicht gerecht.“ Stattdessen müsse die Gefahrenstelle beseitigt und zudem eine ökologische Durchgängigkeit hergestellt werden.

8 Floßlände: Die Welle an der Floßlände ist die weltweit erste Flusswelle zum Surfen. Seit 1971 wird dort gesurft.

9 Isarwerk I: Das Laufwasserkraftwerk Isarwerk I wurde vom Architekten August Blößner in den Jahren 1905 bis 1907 erbaut. Es ist das älteste noch betriebene Isarkraftwerk in München und ein Technikdenkmal.

10 Hinterbrühler Park: Der Park war eine Kompensationsauflage zum Bau des Werkkanals 1907. Er wurde von Stadtgärtendirektor Jakob Heiler gestaltet.

11 Golfplatz: Der Golfplatz auf einem 14 Hektar großen Areal am Hinterbrühler Park ist umstritten. Das Münchner Forum hatte gefordert, das Areal für die Allgemeinheit zu öffnen. Doch der Pachtvertrag mit dem Golfclub wird bis 2034 verlängert.

12 Villen-Garten am Isarhang: Auch beim Garten der Villa von Bürgermeister Wilhelm von Borscht wird Station gemacht. Die Radler werfen von der Conventzstraße aus einen Blick auf das Grundstück. Der Namensgeber Hugo Conventz ist der Begründer des Naturdenkmalschutzes, am 12. Mai jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.

13 Großhesseloher Brücke: Die Großhesseloher Brücke ist eine Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke München-Holzkirchen. Das Brücken-Bauwerk entstand 1857. Im Jahr 1985 gab es einen Neubau.

14 Wehranlage Grosshesselohe: Seit März 2022 ist die Wehranlage aus dem Jahr 1907 ein Technikdenkmal. „Wichtig ist, dass man auch beim Umbau des Wehres behutsam umgeht“, so Bäumler. Die alte Wehranlage muss saniert werden.

Weitere tolle Radl-Routen

Den Spuren des Trinkwassers können Münchner Radler auf dem M-Wasserweg der Stadtwerke folgen. Es gibt mehrere Routen, die zwischen 39 und 82 Kilometer lang sind und immmer wieder mit S-Bahn- oder BRB-Haltestellen kreuzen. Die Strecke startet beim Deutschen Museum und führt über Oberhaching, Sauerlach und Valley bis nach Gmund am Tegernsee – dem Ursprung der Mangfall. Bei der Tour gibt es 20 Stationen mit Informationstafeln über die Trinkwassergewinnung. Weitere Infos zur Route: swm.de/wasser/m-wasserweg.

Auch der MVV bietet einen Radroutenplaner an. Das Besondere: Die Strecken starten und enden an einer S- oder U-Bahnstation. Die Nutzer können Start- und Zielpunkt festliegen und die Strecken individuell zusammenstellen. Es gibt drei Routenvorschläge: die ­schnellste Route, eine grüne Route und ­eine Familienroute. Hilfreich für Radler in München ist auch der Münchner Radl-Stadtplan, der online unter dem Angebot von geoportal.muenchen.de zu finden ist.

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