„Maßlose Arroganz“

Dritte Startbahn: Harte Kritik an Siemens-Chef

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Florian von Brunn kritisiert die Äußerungen des Siemens-Chefs.

Kürzlich drohte Siemens-Chef Joe Kaeser:  Wenn die dritte Startbahn nicht komme, könnte sein Unternehmen wegziehen. Nun geht ihn der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn hart an.

Siemens-Chef Joe Kaeser

Weiter Zoff um die dritte Startbahn: Florian von Brunn, Landtagsabgeordneter der SPD und Kandidat für den Landesvorsitz, kritisiert Siemens-Chef Joe Kaeser scharf. Kaeser spricht sich im aktuellen „VBW-Unternehmermagazin“ für die Startbahn aus und droht, dass der Konzern wegziehen könnte – dorthin, wo eine „leistungsfähige Infrastruktur“ sei. Kaesers Äußerung offenbare antidemokratisches Denken, indem er versuche, Rechte der Bürger durch Drohungen einzuengen, so von Brunn. Zudem zeuge es von „maßloser Arroganz und fehlender sozialer Kompetenz“ gegenüber den Münchner Mitarbeitern.

Er wirft Kaeser vor, kurzfristigen Profit rücksichtslos über soziale Gesichtspunkte und Umweltverantwortung zu stellen: Es sei ein „Armutszeugnis“, dass Kaeser die „klimazerstörerische Wirkung“ des Flugverkehrs nicht erwähne. Gerade ein Topmanager eines Traditionsunternehmens sollte „seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen“. Kaeser hatte dem VBW gesagt: „Wir als Unternehmen benötigen die dritte Startbahn in München nicht unbedingt. Denn wir haben immer Alternativen und gehen dann eben woandershin.“

OB Dieter Reiter (SPD) hatte kürzlich eingeräumt, dass es gegebenenfalls 2018 ein neues Ratsbegehren zur Startbahn geben könne.

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