Status Quo auf dem Königsplatz: Die Konzert-Kritik

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Status Quo (Archivfoto) bringen E-Gitarren und Fans immer noch hzum Kreischen.

München - "Let's rooooock", schrien Status Quo zu Beginn ihrer Show auf dem Königsplatz - und machen genau dies: die Konzertkritik zur Show, bei der die Veteranen durch die Spider Murphy Gang unterstützt wurden.

Die Anwohner, die am Wochenende mal wieder ausgiebig mit wummernden Bässen beglückt wurden, werden es ungern hören. Aber als Open Air-Kulisse ist und bleibt der Königsplatz nun mal einfach unschlagbar. Da konnte beim großen Bayern 1 Open Air am Samstag auch das wenig sommerliche Wetter kaum noch einen Strich durch die Rechnung machen. Und so erlebten hier knapp 20.000 Besucher eine rund siebenstündige Party, die nach dem Austro-Reggae von Klimmstein und einem sicher nett gemeinten Auftritt der Bayern 1 Betriebsband mit den Spaßrockern der Höhner langsam aber sicher auf Betriebstemperatur kam.

Doch auch wenn deren „Viva Colonia“ inzwischen längst zu den Oktoberfest-Standards zählen mag und fleißig geschunkelt wurde, an die Mitsing-Quote der im Anschluss aufmarschierenden Spider Murphy Gang kamen die kölschen Gastarbeiter nicht heran. Denn auf heimischem Boden konnten Frontmann Günther Sigl und seine Buam das Spiel vom Geben und Nehmen mit dem Publikum natürlich besonders intensiv auskosten. Mit ihrem gewohnt nostalgischen Bavarian Rock ’n’ Roll, bei dem nicht nur Sigl selbst manchmal kurz überlegen musste, ob der nun von 1958, 1968 oder 1978 stammt. Was letzten Endes aber total egal war. Stimmung machten die bewährten Songs nämlich in jedem Fall.

Ein neues Album hatten dagegen die Herren von Status Quo im Gepäck, die nach Sonnenuntergang mit dem beherzten Ruf „Let’s rooooock!“ und aufwendiger Lightshow die Bühne in Beschlag nahmen. Stimmlich inzwischen zwar schon ein wenig angegraut. Doch wie man E-Gitarren und Fans zum Kreischen bringt, das beherrschen die Altrocker nach wie vor im Schlaf. Und sobald die aktuelle CD genug angepriesen war, bekam man selbstredend auch von ihnen die sehnsüchtig erwarteten Hits von früher geliefert, die die Massen zum Wogen brachten und aus 20.000 Kehlen gejohlt noch etliche Straßen weiter zu hören gewesen sein dürften.

Tobias Hell

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