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Stau im KVR München: 25 000 E-Mails und Online-Anträge unbeantwortet - FDP fordert Verbesserungen

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Von: Sascha Karowski

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Warteschlange vor dem KVR in der Münchner Ruppertstraße
Die Warteschlange vor dem KVR in der Münchner Ruppertstraße ist regelmäßig lang. © tz/Sigi Jantz

Die Ausländerbehörde in München ist überlastet, es fehlt an Mitarbeitern. 25 000 Mails und Online-Anträge sind daher in der Warteschleife.

München - Alarm im Ausländeramt: Die Behörde kommt mit den Anträgen nicht hinterher. Derzeit seien 25 000 E-Mails und Online-Anträge unbeantwortet, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Zeitung hatte in den zehn größten deutschen Städten abgefragt, inwieweit unbeantwortete Anliegen bei den Ausländerbehörden aufgelaufen seien.

Ausländerbehörde in München ist überlastet: 97 von 479 Stellen im Referat sind unbesetzt

In München betreffen nach Angaben der Stadt 17 Prozent der offenen Anfragen Akademiker, etwa ein Viertel davon Studenten, wie die „FAZ“ weiter berichtete. Der Rest lasse sich nicht genauer aufschlüsseln, teilte ein Sprecher demnach mit. Er betonte, dass sich hinter den 25 000 Anfragen nicht 25 000 Fälle verbergen würden. Viele Menschen schrieben mehrere E-Mails, erläuterte der Sprecher.

Als einen zentralen Grund für die Überlastung nannten die Behörden laut der „FAZ“, dass diese unter großem Personalmangel litten. So seien in München knapp 97 von 479 Stellen unbesetzt, also rund jede fünfte. Hinzu komme, dass die Rechtslage äußerst komplex sei. Das führe zum einen zu langwierigen Verfahren und zum anderen dazu, dass die Einarbeitung neuer Mitarbeiter sehr viel Zeit benötige.

Ausländerbehörde in München ist überlastet: FDP-Chef verlangt, Referentin soll Missstände beheben

Die Fraktion FDP-Bayernpartei verlangt dennoch Verbesserungen. „Die Ausländerbehörde muss nun dafür sorgen, dass schnellstens der Stau abgearbeitet wird - ohne dass neue Anliegen unserer Mitbürger darunter leiden“, sagt Fraktionschef Jörg Hoffmann. „In einer Anfrage möchten wir wissen, inwieweit es zu diesen Vorkommnissen kommen konnte und wie die Referentin gedenkt, diesen Missstand zu beheben.“

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