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Nach Insolvenz des Münchner Star-Kochs: Steckt Schuhbecks Sohn hinter der neuen Firma?

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Von: Nina Bautz

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Alfons Schuhbeck am Platzl: Seine Marke ist trotz Insolvenz gerettet
Alfons Schuhbeck am Platzl: Seine Marke ist trotz Insolvenz gerettet © Marcus Schlaf

Seit klar ist, dass unbekannte Geldgeber die Marke Schuhbeck nach der Insolvenz retten, rätselt die Gastrowelt, wer dahinter steckt. Nun berichtet die Welt am Sonntag, dass die Firma vor wenigen Wochen David Zistl (25) gehört haben soll – der wiederum wohl der Sohn des Starkochs sei.

Dem Bericht zufolge habe Zistl am 10. September bei einem Münchner* Notar hundert Prozent der Anteile einer sogenannten Vorratsgesellschaft gekauft, die dann ihren Namen in Schuhbecks Company GmbH geändert haben soll. Diese Firma soll nun einen Großteil der Geschäfte (die „Südtiroler Stuben“ am Platzl, den Partyservice und den Gewürzhandel) von Alfons Schuhbeck weiterführen und 90 der 120 Mitarbeiter retten – auch den Starkoch selbst. „Seine Person und seine Marke waren und sind auch in Zukunft Basis der geschäftlichen Aktivitäten der nun übertragenen Gesellschaften“, erklärte Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig noch vor zwei Wochen.

München: Weiter Rätselraten, wer hinter der Rettung der Marke Schuhbeck steckt

David Zistl bringt laut Online-Profil keine Gastro-Erfahrung mit. Demnach hat er in Italien Wirtschaft studiert und arbeitet derzeit für ein Berline Startup-Unternehmen. Zistl soll laut Zeitungsbericht aber auch weiter im Hintergrund bleiben. Als Geschäftsführer werde demnach ein eingesetzter Manager fungieren.

Im Juli hatte Alfons Schuhbeck, gegen den seit längerem Steuerermittlungen laufen, seine Zahlungsunfähigkeit bekanntgegeben und ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen verantwortlich gemacht. Die finanzielle Lage war aber schon lange vorher schwierig, wie aus im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsberichten bis 2016 hervorgeht. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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