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Chauffeur für Erzbischof Marx gesucht: Stellenanzeige bekommt reichlich Spott im Netz – „Ist das legal?“

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Erzbischof Marx braucht einen neuen Fahrer.
Erzbischof Marx braucht einen neuen Fahrer. © dpa

Einen Erzbischof herumkutschieren? Kardinal Marx sucht einen Chauffeur. Im Netz kursiert die Stellenanzeige und sorgt für Spott.

München – Naa, wäre das was für Sie? Den Kardinal Reinhard Marx chauffieren? Die Erzdiözese München und Freising bietet gerade im Internet zum nächstmöglichen Termin eine Stelle als „Chauffeur:in des Erzbischofs“. Aber, Vorsicht: Dafür wird jede Menge verlangt! Nicht nur „regelmäßiger Fahrtdienst nach Weisung des Erzbischofs“, „Identifikation mit den Zielen und Werten der katholischen Kirche“, sondern auch ein „Beschäftigungsumfang von 244 bis 288 Stunden pro Monat“.

Erzbischof sucht Chauffeur: Auf Tiktok hagelt es Spott

Im Internet hagelt es bereits Spott für die Stellenanzeige. „Sind 66 Stunden/Woche legal?“, fragt ein Nutzer unter einem tausendfach geklickten Tiktok-Video, in dem die Stellenausschreibung veralbert wird. „Bei 288 Stunden braucht man mich gar nicht bezahlen. Hab eh keine Zeit irgendwas zu kaufen“, kommentiert eine Frau.

Aber die Stellenanzeige ist nichts Ungewöhnliches, heißt es vom Erzbistum auf Anfrage. Der Stellenumfang entspreche „dem Tarifvertrag für die Kraftfahrer im öffentlichen Dienst“, an dem sich das „Arbeitsvertragsrecht der Deutschen Diözesen“ orientiere.

Bewerbungsfrist endet noch im Januar

Im Tarifwerk sei „für Chefkraftfahrer eine monatliche Arbeitszeit von bis zu 288 Stunden vorgesehen“. Aber der „Umfang ergebe sich auch dadurch, dass nicht nur reine Arbeitszeit, sondern auch Wartezeiten (Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst) abgebildet“ würden. Wer Lust hat: Die Bewerbungsfrist endet am 27. Januar.

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