Belohnung von der Polizei

Sie stellte den Aldi-Einbrecher

+
Manuela K. (43) und Hauptkommissar Thomas Lüftner.

München - Manuela K. wurde nachts aus dem Schlaf gerissen: Sie hörte, wie gegenüber ein Mann versuchte, in einen Aldi-Markt einzubrechen. Dank ihrer Hilfe konnte die Polizei den Einbrecher auf frischer Tat ertappen.

Lesen Sie auch: Aldi-Kokain: So witzig lästert das Netz

Es klang, als ob jemand mit Gewalt ein Auto aufbrechen würde. Jedenfalls dachten Hotelfachfrau Manuela K. (43) und ihr Mann Markus K. (43) das, als sie in der Nacht zum 17. August um 1.15 Uhr von seltsamen Schlaggeräuschen aus dem Schlaf gerissen wurden. Manuela K. machte kein Licht, als sie zum Küchenfenster ging und hinausschaute. Sie riss auch nicht das Fenster auf und schrie: „Hallo, was machen Sie denn da?“

Sie behielt eisern Nerven, rief den Polizeinotruf 110 und schilderte der Polizei genau, was sie gerade sah: Gegenüber auf der anderen Seite der Dachauer Straße war ein ganz in weiß gekleideter Mann gerade damit beschäftigt, mit einem Stein die Scheibe des Aldi-Marktes einzuschlagen! „Er lief hin und her, suchte einen dickeren Stein und versuchte es erneut.“ Solange, bis die Polizei erschien und ihn festnahm. Erst am dicken Sicherheitsglas und dann auch noch an der klugen Nachbarin war er jämmerlich gescheitert: „Er lag auf dem Boden und hat in einer fremden Sprache geschimpft wiad‘Sau,“ schilderte Manuela K. schmunzelnd.

Der glücklose Einbrecher ist ein Bulgare (31), der jetzt in Haft sitzt. Das Fahrrad, mit dem er zum Einbruch fuhr, hatte er kurz zuvor an der Isar gestohlen. Aus der Hand des zuständigen Kommissariatsleiters Thomas Lüftner bekam Manuela K. am Freitag 100 Euro Belohnung.

In München werden jährlich rund 2500 gewerbliche Objekte vom Kiosk bis zur Anwaltskanzlei aufgebrochen.

Dorita Plange

Auch interessant

Meistgelesen

Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare