MVV stellt Radl für Nahverkehr vor - MVG wundert sich

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So viel Platz für Klappradl ist den Bussen selten

München - Der MVV hat ein Gefährt vorgestellt, das rund um die Uhr in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden darf. Doch genau deswegen dreht die MVG am Rad - und zürnt.

Der Münchner Verkehrsverbund MVV stellt ein Klapprad vor, das nicht den Sperrzeiten unterliegt – also gefaltet auch von 6 bis 9 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr in allen öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden kann. Ein Foto des 749-Euro-Gefährts in einem ziemlich leeren Bus flankierte die Vorstellung.

Da dreht die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG am Radl! Denn die MVG stellt Busse, Tram und U-Bahnen, die selten so leer sind wie auf dem Foto. Mit ihr sei die Vorstellung nicht abgesprochen gewesen, sagt die Gesellschaft. Es sei falsch, dass die Radl uneingeschränkt befördert werden könnten: „Wir sehen uns veranlasst, deutlich darauf hinzuweisen, dass zumindest in den Hauptverkehrszeiten die Mitnahme eines Klapprades in unseren Bussen und Trambahnen die Ausnahme bleiben wird und in jedem Fall Kinderwagen, Rollstühle sowie die übrigen Fahrgäste Vorrang haben.“ Schon jetzt klagten die Passagiere zunehmend über Enge. „Unsere Möglichkeiten sind ausgeschöpft.“

Zur Verteidigung des MVV: Der weist sowohl in seiner Mitteilung als auch in der Broschüre im Text da­rauf hin, dass sein Radl tatsächlich nur bei genügend Platz mitgenommen werden darf – und dass am Ende das Personal entscheidet.

DAC

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