Stellwerksstörung: Alle S-Bahnen zu spät

München - Wieder ein Tag mit Verspätungen bei der S-Bahn: Wegen einer Stellwerkstörung kam es den ganzen Tag über zu Verspätungen.

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Galgenhumor, Tränen, Re­sig­nation, manchmal Gelassenheit: Wer in München S-Bahn fährt, erlebt täglich neue Gefühlslagen. Am Dienstag gab’s zur Abwechslung wieder mal im Stellwerk am Ostbahnhof eine Signalstörung!

Die Folge: Chaos auf der Stammstecke – und Tausende verzweifelte Fahrgäste, die sich ihre Mittagspause eigentlich anders vorgestellt hatten. Denn ab 12.20 Uhr war wieder einmal Schluss mit pünktlich! Bei einer 15-jährigen Schülerin führte dies am Hauptbahnhof zu einem Heulkrampf: „Das ist in jeder Woche so“, weinte sie untröstlich in ihr Handy.

Aber es sind nicht nur die Pannen, die die Menschen wütend machen, es ist vor allem das miserable Krisenmanagement. „Keine Anzeigen, kaum Durchsagen“, man hat das Gefühl, München ist keine Weltstadt, sondern ein Bauerndorf“, meinte ein älterer Herr sauer. Aber wie will man die Fahrgäste auch informieren, wenn man selbst kaum Informationen hat, wie ein Bahnsprecher der tz gestand? Fakt ist: Betroffen war wie immer fast das komplette Netz – und zwar bis 13.30 Uhr. Danach dauerte es aber immer noch einige Zeit, bis sich der Takt normalisierte. Ein Fahrgast nutzte die Zwangspause übrigens, um seinen Ärger hinunterzuspülen: „Ich geh’ jetzt auf ein Bier!“

Eine Störung gab’s übrigens auch bei der U-Bahn – allerdings schon am Montag, als gegen 16.20 Uhr im Bahnhof Poccistraße bei Bauarbeiten ein Kabel angebohrt wurde , was die Signale lahm legte. Die Folge: Verspätungen und Umleitungen. „Gegen 18.30 Uhr“, so ein Sprecher der MVG, „ war die Störung dann wieder behoben.“

har/wdp

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