Steuererklärung auf dem Bierdeckel: Hier ist sie!

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Petra Perle mit ihrer Bierdeckel-Steuererklärung

München - Schon 2003 war von einer einfachen Steuererklärung die Rede, die angeblich auf einen Bierdeckel passt. Jetzt gibt es sie wirklich. Ob das Finanzamt den Steuerdeckel akzeptiert, ist unklar.

2003 hatte der damalige Vize-Chef der CDU/CSU-Fraktion Friedrich Merz großspurig angekündigt, das Steuer­system so vereinfachen zu wollen, dass die Steuererklärung des Bürgers auf einen Bierdeckel passen könnte.

 „Viele Jahre lang habe ich darauf vergeblich gewartet – aber das war nur wieder eine leere Versprechung“, ärgert sich die Wirtin des Turmstüberls im Valentin-Musäum, Petra Perle. Und weil sie eine Frau der Tat ist, hat sie sich nun mit ihrem Steuerberater zusammengesetzt und einen knappen Erklärungsvordruck für Arbeitnehmer entworfen und diesen auf 5000 Bierdeckel drucken lassen.
Die originellen Deckel gibt es ab Donnerstag umsonst bei einer Bestellung in ihrem Turmstüberl am Isartor. Freilich ist diese Idee im Geiste Karl Valentins nicht ganz ernst gemeint. „Ist halt ’ne Gaudi“, Der Bierdeckel in Großaufnahmesagt Perle. Und wenn jemand diesen Bierdeckel tatsächlich zum Finanzamt schickt? „Ich gehe das Risiko gerne ein, dass ein Finanz­beamter in seinem Büro auch mal überfordert ist …“

Nina Bautz

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