Diskussion um Messergebnisse

Stickoxid-Debatte: Münchner Messstellen werden überprüft

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Diesel-Pkw in Verruf: Werden die Fahrzeuge aus der Innenstadt verbannt?

Sind die Stickoxid-Messungen korrekt? Die Staatsregierung will nun alle Messstationen an den Straßen in München noch einmal unter die Lupe nehmen.

München – „Um die Verlässlichkeit und Belastbarkeit der Messergebnisse des Landesamts für Umwelt zu bewerten, lasse ich einen vereidigten unabhängigen Sachverständigen damit beauftragen, verkehrsnahe Messstellen zu überprüfen“, sagte Umweltminister Marcel Huber (CSU) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Seit Wochen tobt eine hitzige Debatte über die Korrektheit der Messungen. Kritiker der drohenden Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge werfen den Behörden vor, an Punkten zu messen, an denen die Belastung besonders hoch ist. Vor allem an der Landshuter Allee und am Stachus wurden die Grenzwerte deutlich überschritten. Zuletzt aber hatten Messungen der Stadt an anderen Standpunkten niedrigere Werte ergeben.

„Transparent und vorbehaltslos“

„Mein Ziel ist es, das hochkomplexe Thema Luftreinhaltung mit seiner enormen Tragweite transparent und vorbehaltslos zu beleuchten“, sagte Huber. Für hunderttausende betroffene Privatpersonen, Handwerker und Unternehmen brauche man hier absolute Klarheit. „Der Sachverständige soll dazu in diesen am höchsten belasteten Bereichen eigenständig ergänzende Messungen durchführen. Die exakten Standorte und die angewandte Methodik legt er selbst fest.“ Bereits vor zwei Wochen hatten die Verkehrsminister von Bund und Ländern eine Überprüfung der Messstationen angeregt.

Über die jüngsten Münchner Messergebnisse zeigte sich Huber erfreut. „Die Luftqualität in München wird besser.“ Zugleich schränkte er ein, dass verlässliche Jahresmittelwerte nicht schon nach dem ersten Quartal prognostiziert werden könnten.

Lesen Sie auch: Messstationen in Städten falsch platziert? Deftige Kritik an CSU-Ministerium

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