Münchner Persönlichkeiten unterstützen Bedürftige

Stiftung: Diese Projekte unterstützen Lahm, Hoeneß und Co.

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Philipp Lahm (l.) und Uli Hoeneß unterstützen die Stiftung München.

München - Die Stiftung München gibt es seit 2013, am Dienstag wurde das Onlineportal vorgestellt. Eine namenhafte Runde hat sich da zusammengefunden. Die tz stellt vier Projekte der Stiftung vor.

Er will nicht akzeptieren, dass es im reichen München junge Leute gibt, die sich kein Mittagessen leisten können. Oder Senioren, die Pfandflaschen sammeln müssen. Das sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im neuen Video-Clip der Stiftung München. Die gibt es seit 2013, gestern aber wurde das Onlineportal (stiftung-muenchen.org) vorgestellt.

Eine namenhafte Runde hat sich da zusammengefunden: Reiter ist Gründungsmitglied, Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der ehemalige Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) und der Unternehmer Günther Karl sitzen im Stiftungsrat. Anselm Bilgri, ehemaliger Prior im Kloster Andechs und jetzt Unternehmensberater, ist der Vorsitzende der Stiftung. Prominente Unterstützer wie FC-Bayern-Kapitän Philipp Lahm oder Unternehmerin Regine Sixt sollen der Stiftung Kontakte und Durchschlagskraft bringen. Ein schillerndes Gremium mit einem hehren Ziel: Gutes tun.

Die Idee zur Stiftung entstand am Stammtisch. Bilgri, Reiter und Rechtsanwalt Ernst Tandler saßen zusammen und sprachen über das soziale Engagement in der Stadt. Ihr Fazit: vorhanden, aber nicht genug. „Wir müssen was tun“, sagte Bilgri – Entscheidung gefallen.

Die Stiftung versteht sich mit ihrem neuen Portal als „sozialer Inkubator der Stadt“ – hier sollen also soziale Start-ups eine Starthilfe erhalten. Diese Hilfe könne finanzieller Art sein, aber auch die Vermittlung von Kontakten, Räumen, juristischer Beratung beeinhalten, heißt es.

Jugend- und Altenhilfe gehören ebenso zu den Stiftungszwecken wie die Unterstützung bedürftiger Personen und Präventionsangebote. Bilgri: „Damit wollen wir das Bewusstsein für politische Verantwortung bei jungen Menschen stärken.“ Diese sollten nicht zu „Wutbürgern“ werden, sondern sich sozial engagieren.

Welche Projekte will die Stiftung unterstützen? „Der Stiftungszweck lässt uns Spielraum. Wir suchen vor allem innovative Projekte, die eine gewisse Aktualität haben“, sagte Tandler. Es sei aber nicht so wichtig, wofür sich die Münchner engagieren, sagte Heubisch, sondern dass sie es tun. Die tz stellt vier Projekte der Stiftung München vor.

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T. Scharnagl

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