Rätselraten in Sendling - Woher kommt der viele Sand?

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Der Sand hat sich auf einem schwarzen Audi abgelegt.

München - Die Anwohner in Sendling sind verärgert. In ihrem Wohnviertel ist alles mit Sand bedeckt. Doch wer ist dafür verantwortlich?

Mit Sand bedeckt ist ein blauer Toyota, der in Sendling am Straßenrand geparkt ist. Mit den Fingern haben Passanten Kommentare an der Scheibe hinterlassen. "Koks statt Böller" ist zu lesen. Ganz in der Nähe steht ein schwarzer Audi - mit dem Scheibenwischer hat er sich Sicht verschafft. Ansonsten: Das gleiche Bild, das Auto ist bedeckt von hellem Sand. Was ist da passiert? Ganz einfach: Die Fahrzeuge standen schlichtweg vor der eigenen Haustür am Straßenrand. Doch rund um den Gotzinger Platz und entlang der Valley- und Reutbergerstraße hat sich überall Sand abgelegt. Der wurde, so beschreibt es der Anwohner Klaus Schmid, zum Verdichten des dortigen Kopfsteinpflasters verteilt.

Sandsturm in Sendling? Anwohner haben die Nase voll

"Es sieht aus, als ob es geschneit hat. Es ist furchtbar", beschreibt Schmid. Nicht nur die Autos seien von der Staubschicht bedeckt. Auch in den Häusern habe sich der Sand abgesetzt, die Wiesen sind weiß, zudem wirbelt Wind das Material in die Höhe. "Staublunge für Fußgänger und Radfahrer inbegriffen", kommentiert der Anwohner verärgert. Er selbst musste diese Erfahrung machen. "Ich war mit meinem Hund spazieren. Als zwei Autos vorbeifuhren, hatte ich den ganzen Mund voll Sand." Die Fenster muss der 56-Jähriger meistens geschlossen lassen, weil es den Dreck sonst in die Wohnung weht. "Grausam ist das", schimpft der Betroffene. Sein Auto hatte er erst vor acht Tagen gewaschen. Davon ist nichts mehr zu sehen. "Ich fahre in die Waschanlage, dann kriegen die die Rechnung", sagt Schmid.

Doch wer "Die", also die Verwantwortlichen sind, das ist noch nicht klar. Im Baureferat weist man jegliche Verantwortung von sich. Derzeit fänden am Gotzinger Platz keine Arbeiten der Behörde statt, erklärt ein Mitarbeiter und verweist an die Stadtwerke. Die haben dort zwar Glasfasern verlegt - allerdings auf dem Bürgersteig. "Aber der meiste Sand liegt ja auf der Straße", stellt ein Mitarbeiter der Pressestelle beim Betrachten der Bilder auf unserem Portal fest. Nach Prüfungen versicherte er kurz darauf: "Wir waren's nicht." Die Suche nach der Ursache für den vielen Sand geht weiter.

mm

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