Sondereinsatz nach Silvester

Sie haben München wieder aufgeräumt

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Schieben Sonderschichten: Cristian Pliscas (2.v.l.) und seine Kollegen von der Straßenreinigung

München - Neujahr, sechs Uhr morgens. Während halb München selig schlummert, beginnt für Cristian Pliscas und seine Kollegen von der Straßenreinigung der Arbeitstag. Sie haben München wieder aufgeräumt.

Für sie heißt es: Fegen, räumen, schaufeln. Unmengen an Silvestermüll müssen aufgeräumt werden!

Leere Flaschen, Raketen, Plastik und Kartons: Die Straßen und Plätze sind nach der Neujahrsnacht von Abfall übersät. Zum Jahreswechsel 2011/2012 haben die Münchner 36 Tonnen Müll in die Luft geblasen – die Zahlen dürften heuer ähnlich hoch sein.

Am Königsplatz fegen Cristian Pliscas und seine Kollegen die Überreste der Partynacht zusammen: „Wir haben ganz schön zu tun.“ Ist der 200-Liter-Behälter ihres Reinigungsfahrzeugs voll, fahren die Männer zur Sammelstelle in die Adalbertstraße. Dort türmt sich mittlerweile ein Riesenberg an Müll – den holen später Kollegen mit dem Laster ab.

München feiert Silvester: Bilder aus der Nacht

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In der Neujahrsnacht sind die Angestellten der Straßenreinigung im Sondereinsatz. Etwa 50 städtische Mitarbeiter rücken mit Kehrmaschinen, Handbesen, Schaufeln und Lkw in ganz München an. Einige sammeln schon in der Nacht den ersten Müll auf, der Großteil wird im Sondereinsatz im Lauf des Vormittags des 1. Januar beseitigt. „Ich bin erst um zwei Uhr ins Bett und um 4.30 Uhr hat mein Wecker geklingelt“, erklärt Pliscas. „Wenn ich nach Hause komme, muss ich mich erst Mal hinlegen …“

Ein paar Meter weiter ein ähnliches Bild: Der Museums-angestellte Christian Peuker kehrt gerade die Stufen vor der Antikensammlung ab. „Wer Neujahrsdienst hat, muss aus Sicherheitsgründen die Stufen kehren.“ Fast zwei Stunden braucht er, bis die Treppe vom Müll befreit ist. „Hier und vor der Glyptothek lassen es die Leute an Silvester immer richtig krachen.“ Er selbst verzichtet auf die Böller: „Seit ich jedes Jahr aufräumen muss, seh’ ich das anders. Die Knallerei macht einfach zu viel Müll.“

Christina Schmelzer

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