Dienstbeginn ist am 1. Juni

Streetworker wird Münchens neuer Nachtbürgermeister - Vermittler zwischen Gastro, Anwohnern und Party-Volk

Coronavirus - München: Polizisten stehen am Gärtnerplatz im Herzen der Stadt, während Passanten auf dem Platz verweilen.
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München: Die Polizei hat alle Hände damit voll zu tun, die Einhaltung der Corona-Regeln an die Hotspots zu kontrollieren.

München bekommt zum 1. Juni einen Nachtbürgermeister. Nach Informationen unserer Zeitungen soll der Leiter der Condrobs Streetwork-Einrichtung ConAction, Kay Mayer, die Stelle erhalten und fortan Ansprechpartner und Vermittler für Anwohner, Gastronomie und Feiernde sein. Zudem fungiert er als Schnittstelle zur Verwaltung.

Die Idee freilich ist in anderen Städten schon umgesetzt. In London gibt es einen „Night Czar“. In Paris gibt einen „Conseil de la Nuit“, in New York einen „Senior Executive Director of the Office of Nightlife“. 

Kay Mayer wird Nachtbürgermeister in München.

Die Grünen und die Rosa Liste hatten bereits 2018 den Nachtbürgermeister für München beantragt. Wegen der Pandemie war das Thema immer wieder verschoben worden. Dabei hätte er gerade in dieser Zeit Druck vom Kessel nehmen können. Denn immer wieder hatte es am Gärtnerplatz, entlang der Isar oder am Wedekindplatz Ärger gegeben. Zwischen Feiernden und Anwohnern beispielsweise oder um Dreck und Müll, die Hinterlassenschaften der Feierwütigen.

Der Stadtrat hatte im Herbst 2020 die Einführung der sogenannten Fachstelle nächtliches Feiern beschlossen - die Kosten für den Posten belaufen sich auf 75 000 Euro im Jahr. Mayer, der seit 2015 die Streetwork-Einrichtung ConAction leitet, hatte sich gegen andere Bewerber durchgesetzt. Unter anderem war auch der ehemalige Stadtrat Wolfgang Zeilnhofer als Kandidat gehandelt worden.

Mayer, der am Freitag nicht zu erreichen war, freilich scheint ebenso geeignet. Auf der Condrobs-Homepage schreibt er: „Tag für Tag sind wir auf den Straßen und Plätzen Münchens präsent.“ Das wird er denn auch künftig sein. Nur eben Nacht für Nacht.

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