Alle News im Ticker

Bahnstreik: So verlief der Ausstand in München

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Nach Angaben der Bahn hat sich die Verkehrslage in München wieder normalisiert. Auf der Stammstrecke fahren die S-Bahnen im 20-Minuten-Takt

München - Streik bei der Bahn - auch in München: Seit Mittag fahren die Züge im Nahverkehr wieder nach Plan. Im Fernverkehr kommt es noch zu Verzögerungen. Alle News und Infos zum Streik gibt's hier:

Update vom 8. November: Noch bis Samstagabend, 18 Uhr, dauert der Bahn-Streik der GDL. Die Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr werden aber auch am Sonntag noch zu spüren sein. Bei der S-Bahn in München entspannt sich die Lage bereits vor Ende des Arbeitskampfes. Mehr über die aktuelle Lage erfahren Sie in unserem Live-Ticker zum Bahn-Streik.

Update vom 7. November: Die GDL setzt ihren 98-Stunden-Streik-Marathon fort. Auch an Tag zwei des viertägigen Ausstandes berichten wir über alle aktuellen Infos rund um den Bahn-Streik am Freitag in unserem Live-Ticker.

Update vom 5. November: Der Bahn-Streik geht in die nächste Runde! Seit Mittwochnachmittag bestreikt die GDL den Güterverkehr, ab Donnerstagmorgen (2 Uhr) ist der Personenverkehr dran - und das für 98 Stunden! In München stehen dann nicht nur Regional- und Fernzüge still, sondern auch die S-Bahn...zumindest weitestgehend. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie in unserem Live-Ticker zum Bahn-Streik. Dort finden Sie auch einen Video-Appell von Ministerpräsident Horst Seehofer an die GDL und alle Fahrgäste.

Update vom 17. Oktober: Die GDL hat erneut zum bundesweiten Streik bei der Bahn aufgerufen. Dieses Mal soll der Ausstand 50 Stunden dauern! Das gesamte Wochenende über werden also Regional- und Fernverkehr sowie die S-Bahn lahmgelegt. Die Bahn-Kunden in München müssen sich auf massive Beeinträchtigungen einstellen. Alle News und Infos rund um den Bahn-Streik lesen Sie in unserem Ticker.

Update vom 16. Oktober: Der Tag nach dem Bahnstreik, der bei vielen Pendlern großen Ärger hervorrief. Lesen Sie hier in unserem Ticker, wie es weitergeht.

Update vom 15. Oktober:  Die GDL hat für Mittwoch erneut zum Streik aufgerufen. Ab 14 Uhr sollen alle Züge im Regional- und Fernverkehr sowie die S-Bahnen stillstehen! Das führt bereits am Morgen zu teilweise erheblichen Behinderungen auf den Schienen und Straßen in München. In unserem Streik-Ticker vom Mittwoch halten wir Sie wie gewohnt über alle News und Entwicklungen auf dem Laufenden.

+++ S-Bahnen fahren nach Bahnangaben wieder planmäßig. Vereinzelt könne es aber noch zu Verzögerungen kommen.+++

+++ Die Bahn hatte nach Streikende mit einer Weichenstörung am Ostbahnhof zu kämpfen. Nach kurzen Verzögerungen könne diese allerdings wieder behoben werden. +++

<<<AKTUALISIEREN>>>

+++ 14.50 +++ Das Gröbste dürfte jetzt wohl überstanden sein. Wir verabschieden uns vom Ticker und wünschen eine stressfreie Bahn-Fahrt!

+++ 14.10 +++ Wer eventuell am Hauptbahnhof auf seinen Fernzug warten musste wurde Zeuge einer Anti-IS-Demo.

+++ 11.50 +++ Wie die S-Bahn München jetzt mitteilt, hat sich der Verkehr im Gesamtnetz München normalisiert. Alle Linien verkehren wieder stabil im 20-Minuten-Takt. Vereinzelt könne es aber noch zu Verzögerungen kommen.

+++ 11.30 +++ Wie die Logistiksparte DB Schenker mitteilte, war auch der Güterverkehr durch den Streik eingeschränkt. Rund 160 Güterzüge seien stehen geblieben. Besonders betroffen waren die Regionen Halle, Leipzig und der Norden Deutschlands. Im Laufe des Tages sollen die abgestellten Züge nach und nach abgefahren werden, für die betroffenen Kunden sollen Einzelmaßnahmen getroffen werden.

+++ 10.17 +++ Im Nahverkehr waren besonders die Pendler betroffen, laut Bahn fuhren während des Streiks über 2500 Züge nicht. Doch wie sah es im Fernverkehr aus? Allein am Dienstagabend seien streikbedingt knapp 200 Fernzüge ausgefallen, erklärte ein Bahn-Sprecher in Berlin. Die Einschränkungen könnten unter Umständen noch bis Mittwochabend andauern.

+++ 9.52 +++ Die Lage im Tarifstreit ist immer noch festgefahren. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber kritisierte im Bayerischen Rundfunk: "Die GDL lehnt inzwischen jegliche Gespräche ab." Er nannte die Streiks "überflüssig, verantwortungslos und ohne jedes Gespür für die derzeitige Situation". Aber auch GDL-Vorsitzender Weselsky sprach von einer "Blockadehaltung" seitens der Bahn.

+++ 9.15 +++ Am Hauptbahnhof hat sich sie Lage zwar entspannt, doch trotzdem hat die Bahn noch personelle Probleme. Die führten unter anderem dazu, dass einige Fahrgäste der S1 ihre Fahrt um 7.58 Uhr in Neufahrn beenden mussten - es war kein zweiter Lokführer zum Teilen des Zuges anwesend. Bis 9.10 Uhr mussten 50 bis 60 Menschen in Neufahrn auf den nächsten Zug warten, wie uns berichtet wurde. Dabei sollte die S1 nach Angaben der Bahn alle 20 Minuten verkehren, siehe Post um 7.06 Uhr.

Wartende am Bahnhof in Neufahrn

+++ 9.05 +++ Viele fragen sich, wer hinter dem Streik und an der Spitze der GDL steht. Wer ist dieser Claus Weselsky, der die Bahnen still stehen lässt?

+++ 8.40 +++ Reaktionen kommen jetzt auch von der Aktion Münchner Fahrgäste. Sprecher Andreas Nagel dankte den Mitarbeitern, die sich um die Fahrgäste gekümmert hatten. Das große Chaos sei ausgeblieben, allerdings sei das kein Freifahrtschein für weitere Arbeitskämpfe. Generell müssten die Kunden besser informiert werden. Weiter forderte Nagel die beteiligten Tarifparteien zu einer schnellen Einigung auf.

+++ 8.20 +++ Während sich viele Bahnkunden über die Unannehmlichkeiten ärgern, freut sich die GDL. Ihr Vorsitzender, Claus Weselsky zeigt sich im ARD-Morgenmagazin zufrieden. "Die Leute haben reagiert, haben das Verkehrsmittel Eisenbahn gemieden, so dass wir am Ende des Tages einen guten Erfolg vermelden können."

+++ 7.58 +++ Bei der Bahn will heute wohl gar nichts klappen. Jetzt streikt auch die Bahn-App - im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch die Bahn-App streikt

+++ 7.20 Uhr +++ Die Kollegin vor Ort berichtet, dass S-Bahnen die Stammstrecke befahren - wenn auch nicht in der üblichen Reihenfolge. Die Bahnsteige sind nicht mehr überfüllt und auch bei der U-Bahn ist es ruhiger geworden.

Nach Streik: S-Bahn-Linien weiter im 40- beziehungsweise 60-Minuten-Takt

+++ 7.06 Uhr +++ Die Bahn teilt mit, dass die Weichenstörung am Ostbahnhof behoben werden konnte. Die S-Bahnen würden nun wieder auf dem Regelweg verkehren. Es komme aber weiterhin zu "größeren Verspätungen" und auch kurzfristige Zugausfälle seien möglich. Im Hinblick auf den Streik werde versucht, für die S 8 und die S 1 (Flughafen-S-Bahnen) einen 20-Minuten-Takt anzubieten. Alle anderen Linien würden im 40- beziehungsweise 60-Minuten-Takt fahren.

Die Weichenstörung am Ostbahnhof ist offenbar wieder beendet.

+++ 7.02 Uhr +++ Obwohl die Bahn eben noch einen geänderten Fahrplan (siehe unten) geschickt hat, ist die Weichenstörung nun offenbar wieder behoben. Es kommt aber weiterhin zu Einschränkungen im Berufsverkehr. Das zumindest steht auf einer der Info-Tafeln am Hauptbahnhof. Wir warten auf weitere Updates.

+++ 6.55 Uhr +++ Die Bahn hat ein Update zur Weichenstörung am Ostbahnhof geschickt:

"Aufgrund einer Weichenstörung sind die Gleise 1 bis 3 am Münchner Ostbahnhof gesperrt und es kommt zu Beeinträchtigungen im S-Bahnverkehr." Die S-Bahnen fahren deshalb folgendermaßen:

Die Linie S 1 Freising/Flughafen beginnt und endet in Moosach. Fahrgäste können die U-Bahnlinien U2 Feldmoching oder U3 Moosach nutzen.

Die Linie S 2 in bzw. aus Richtung Petershausen verkehrt bis Obermenzing auf dem Regelweg und fährt anschließend ohne Halt außerplanmäßig zum Heimeranplatz West Gleis 11 (Gegenrichtung entsprechend). Bitte nutzen Sie zum/vom Heimeranplatz aus/in Richtung Innenstadt die U5.

Die Linien S 2 in bzw. aus Richtung Erding beginnt und endet am Münchner Ostbahnhof.

Die Linie S 3 in bzw. aus Richtung Mammendorf beginnt und endet an München-Hackerbrücke.

Die Linie S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt und endet in Giesing. Alternativ können Sie auf die U2 bis Giesing ausweichen.

Die Linie S 4 Geltendorf – Ebersberg verkehrt auf dem Regelweg durch die Stammstrecke.

Die Linie S 6 in bzw. aus Richtung Tutzing beginnt und endet am Münchner Hauptbahnhof Gleis 27-36. Der Halt München-Hackerbrücke entfällt.

Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Wolfratshausen beginnt und endet am Münchner Hbf Gleis 27-36. Der Halt München-Hackerbrücke entfällt.

Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße beginnt und endet in Giesing. Alternativ können Sie auf die U-Bahnlinie U2 bis Giesing ausweichen.

Die Linie S 8 Herrsching – Flughafen wird zwischen München-Pasing und München-Ostbahnhof umgeleitet und die Stammstrecke und der Leuchtenbergring nicht angefahren. Zusätzlicher Umstieg in München-Pasing.

Die Linie S 20 Westkreuz – Deisenhofen entfällt.

Schlange vor dem Info-Schalter der Bahn am Hauptbahnhof in München.

+++ 6.52 Uhr +++ Vor dem Info-Schalter der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof in München hat sich bereits eine Schlange gebildet. Einer der Wartenden: Stefan Manneck. Er will um 7.48 Uhr zur Buchmesse nach Frankfurt fahren und ist extra eine Stunde früher da, um sich über die Auswirkungen des Streiks auf seinen Zug zu erkundigen.

Nach dem Streik jetzt eine Weichenstörung am Ostbahnhof

+++ 6.43 Uhr +++ Wenn's schon mal schief läuft, dann gleich richtig: Die S-Bahn München meldet soeben eine Weichenstörung am Ostbahnhof! Deshalb sind derzeit keine Zugfahrten in Richtung Pasing möglich. Im Klartext bedeutet das, dass die Stammstrecke quasi nicht befahrbar ist. Wie lange die Störung voraussichtlich dauern wird, ist noch nicht bekannt. Die S-Bahn kündigt jedoch an, dass mit größeren Verzögerungen und Zugausfällen zu rechnen ist.

+++ 6.36 Uhr +++ Weil die meisten S-Bahnen in München kurz nach Ende des Streiks nur im 60-Minuten-Takt verkehren, ist am Mittwochmorgen bei der U-Bahn so einiges los.

+++ 6.28 Uhr +++ Gerade ist der Alex aus Regensburg am Hauptbahnhof eingetroffen. Eine der vielen Passagiere war Anna Bertenbreiter aus Freising, die sich heute ausnahmsweise für diesen Zug entschieden hat. Sie muss pünktlich zu Arbeit nach München und wusste nicht, ob sie sich nach dem Streik auf die S-Bahn verlassen kann.

+++ 6.25 Uhr +++ Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist das Chaos beim Bahn-Streik am Mittwochmorgen in München zunächst ausgeblieben. Nach Angaben eines Bahnmitarbeiters fuhren pro Stunde etwa sechs S-Bahnen. Pendler mussten Verzögerungen hinnehmen, hatten sich aber bereits im Vorfeld auf die Verspätungen eingestellt.

Die Anzeigetafel der S-Bahn München am Hauptbahnhof um kurz nach 6 Uhr am Mittwoch.

+++ 6.22 Uhr +++ Kollegin Hannah Kapfenberger ist gerade am Hauptbahnhof unterwegs. Sie berichtet, dass vereinzelt S-Bahnen einfahren (zum Beispiel S 2 und S 8) und es zu den anderen Linien auf den Info-Tafeln noch keinerlei Angaben gibt.

Streik: S-Bahn verkehrt überwiegend nur im 60-Minuten-Takt

+++ 6.15 Uhr +++ Die S-Bahn hat ihre Mitteilung zum Streik gerade geupdatet - mit einer guten Nachricht: Die S 1 Freising/Flughafen und die S 8 Flughafen verkehren nicht wie die anderen Linien im 60-, sondern im 20-Minuten-Takt. Auf allen übrigen Linien ist die S-Bahn außerdem bemüht, so schnell wie möglich einen 40-Minuten-Takt anzubieten. Oftmals ist derzeit aber nur ein 60-Minuten-Takt möglich. Einen 10-Minuten-Takt, der normalerweise im morgendlichen Berufsverkehr gefahren wird, gibt es am Mittwoch nicht. Laut Prognose der S-Bahn müssen Kunden bis in die frühen Mittagsstunden mit einzelnen Zugausfällen und Verspätungen rechnen.

+++ 6.00 Uhr +++ Guten Morgen! Wir halten Sie auch heute wieder mit allen aktuellen Infos rund um den Bahn-Streik in München auf dem Laufenden. Gegen 4.30 Uhr hat die S-Bahn München mitgeteilt: "Der Streik der GDL dauert noch bis 6 Uhr an. Während der regulären Betriebszeiten wird versucht, einen 60-Minuten-Takt auf allen Linien anzubieten. Die genauen Abfahrtzeiten für Züge ab 3 Uhr finden Sie in der Fahrplanauskunft unter bahn.de oder für ihre Haltestelle unter bahn.de/ris. Nach Ende der Streikmaßnahmen wird zunächst von 6 bis 8 Uhr weiterhin im 60-Minuten-Takt gefahren, jedoch werden sukessive weitere S-Bahnen verkehren. Von 8 bis 10 Uhr ist noch mit einzelne Einschränkungen zu rechnen, ab 10 Uhr dann wieder mit einem weitgehend stabilen Fahrplan.

Bahn-Streik in München: So verlief der Abend

+++ 23.25 Uhr +++  Wir verabschieden uns für den heutigen Abend, aber ab dem frühen Mittwochmorgen gibt es hier wieder alle aktuellen Infos rund um den Bahn-Streik. 

+++ 23.15 Uhr +++ Fazit des Streik-Auftakts: Das große Chaos ist - erstmal - ausgeblieben. Wenn sich am Morgen die Pendlerströme auf den Weg machen, könnte das allerdings anders aussehen. Auch wenn der Streik offiziell "nur" bis 6 Uhr Früh dauert, müssen die Fahrgäste mit Beeinträchtigungen bis zum Mittwochmittag rechnen.

+++ 22.50 Uhr +++ Für Andreas Nagel, Sprecher Aktion Münchner Fahrgäste, ist die Ruhe zum Streikbeginn keine Überraschung: „Es ist das gewohnte Bild, die Leute haben sich darauf eingestellt, deswegen gibt es kein Chaos", sagte er am Dienstagabend der Nachrichtenagentur dpa.  

+++ 22.30 Uhr +++ Am Ostbahnhof treffen noch stetig S-Bahnen ein. Doch an allen Zügen steht: "Nicht einsteigen". 

+++ 22.20 Uhr +++ Auch nach 21 Uhr hat die S7 unsere Reporterin vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof gebracht. Dort heißt es nun aber: "Alles aussteigen, dieser Zug wird bestreikt" 

Erste Warteschlangen vor den DB-Info-Schaltern am Dienstagabend.

+++ 22.00 Uhr +++ An den Informationsschaltern der Bahn bilden sich kleinere Schlangen. Die Reisenden wollen wissen, wie sie jetzt weiter kommen.    

+++ 21.40 Uhr +++ Die Anzeigetafeln an der S-Bahn informieren über den Streik. Auch in der Haupthalle am Hauptbahnhof wird angezeigt, welche Züge ausfallen. Zum Beispiel die Regionalbahn nach Mittenwald um 22.32 Uhr, ebenso der ICE nach Nürnberg um 22.55 Uhr.  

+++ 21.15 Uhr +++  Der Streik hat begonnen. Unsere Reporterin ist unterwegs und berichtet: "Alles ruhig am Hauptbahnhof". Die meisten Münchner sind wohl schon zu Hause oder haben sich auf den Ausstand eingestellt.

Zum Streikbeginn blieb es am Dienstagabend ruhig.

+++ 21.00 Uhr +++  Auf die Sekunde genau um 21 Uhr weist eine Durchsage am Hauptbahnhof auf den Beginn des Streiks hin. Die Fahrgäste werden gebeten, sich zu ihren Zügen zu informieren. Auch die Anzeigetafel an der S-Bahn weist auf den Ausstand hin.

+++ 20.55 Uhr +++ In fünf Minuten legen die Lokführer der GDL planmäßig die Arbeit nieder. Unsere Kollegin ist in München unterwegs und wird Sie weiterhin mit aktuellen Informationen versorgen.

+++ 19.55 Uhr +++ In gut einer Stunde beginnt der Streik der Lokführer. Bis jetzt ist die Verkehrslage in München normal, lediglich einige Taktverstärker sind ausgefallen.

+++ 18.22 Uhr +++ Die U-Bahn ist für den Streik übrigens keine Alternative. Warum, das so ist, erfahren Sie hier.

+++ 18.14 Uhr +++ Die Ruhe vor dem Streik: Eine Kollegin hat auf dem Heimweg ein aktuelles Foto gemacht. Sie meint, noch sei alles ruhig.

+++ 17.24 Uhr +++ Die Bahn hat soeben eine Mitteilung herausgegeben, wie sie bis Mittwoch, 10 Uhr, mit dem Streik umgehen möchte:

Dienstag, ab 21 Uhr bis Betriebsschluss Mittwoch, ca. 2 Uhr

Es gibt keinen Streikfahrplan, da der Zugverkehr dispositiv geplant wird. Es wird versucht, auf allen Linien mindestens einen 60-Minuten-Takt anzubieten. Genaue Abfahrtszeiten sind noch nicht bekannt.

Mittwoch, ab ca. 3 Uhr bis 6 Uhr

Die S-Bahn fährt nach Streikfahrplan: Es wird versucht, auf allen Linien mindestens einen 60-Minuten-Takt anzubieten. Die ausfallenden bzw. verkehrenden Züge werden voraussichtlich in der Fahrplanauskunft unter www.bahn.de sowie in der App „München Navigator“ veröffentlicht.

Mittwoch von 6 Uhr bis 8 Uhr

Die Streikmaßnahmen sollen ab 6 Uhr beendet sein. Es wird jedoch noch zu Beeinträchtigungen möglicherweise bis in die Mittagsstunden kommen.

Mittwoch von 8 Uhr bis 10 Uhr

Der S-Bahnverkehr wird nach dem Regelfahrplan mit einzelnen Einschränkungen wieder verkehren. Mit einzelnen Zugausfällen und Kapazitätsengpässen muss gerechnet werden. Die Züge des 10-Minuten-Taktes entfallen weiterhin im morgendlichen Berufsverkehr.

Ab 10 Uhr rechnet die Bahn mit einer "stabilen Betriebslage".

+++ 15:46 Uhr +++ Um die Verzögerungen im morgigen Berufsverkehr möglichst gering zu halten, will die Bahn ermöglichen, dass ab vier Uhr morgens alle Münchner S-Bahn-Linien im Stundentakt verkehren. Das teilte nun ein Unternehmenssprecher mit. Spätestens ab 10 Uhr vormittags soll sich der Verkehr bei den S-Bahnen wieder normalisieren. Der Regionalverkehr muss laut Bahn noch bis zum Mittag mit Behinderungen rechnen, der Fernverkehr dürfte für die Normalisierung am längsten brauchen. 

Verständnis für den Lokführerstreik: Die Umfrageergebnisse gehen auseinander

+++ 15:24 Uhr +++ Schon vor Beginn des Streiks um 21 Uhr mehren sich die Reaktionen im Netz. Vor allem auf Twitter gibt es derzeit viel Spott und Kommentare verärgerter Bahnkunden. Der zweite Streik innerhalb weniger Wochen stößt bei der Internetgemeinde auf wenig Verständnis.

+++ 15:12 Uhr +++ Wie bewerten die Fahrgäste eigentlich den Streik? Laut Fahrgastverband "Pro Bahn" sei der Konflikt aus Sicht der Bahnreisenden "nicht mehr nachvollziehbar". Bei einer Umfrage der ARD in der vergangenen Woche sah das Ergebnis ganz anders aus: 54 Prozent der Befragten zeigten Verständnis für die Arbeitsniederlegung der Lokführer.

+++ 14:54 Uhr +++ Wichtige Informationen für alle vom Streik betroffenen Bahnreisenden: Wer länger als 60 Minuten auf seinen Zug warten muss, erhält 25 Prozent der Reisekosten zurück. Bei 120 Minuten erstattet die Bahn ganze 50 Prozent. Wer nach Mitternacht wegen eines Zugausfalls seinen Zielbahnhof nicht mehr erreicht, kann sich auf Kosten der Bahn ein Taxi nehmen. Darauf weißt die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hin. Zur Not zahlt die Bahn auch "angemessene" Übernachtungen. Außerdem gelten die Kulanzregeln der Bahn: Wenn Kunden von streikbedingten Zugausfällen betroffen sind, können sie sich ihre Fahrkarte oder Reservierung kostenlos erstatten lassen. Für Online-Tickets gibt es ein entsprechendes Formular im Internet. Zudem haben alle Fahrgäste das Recht, einen höherwertigen Zug zu nutzen, wenn der ursprünglich gebuchte Zug ausfällt. Von dieser Regelung ausgenommen sind Länder-Tickets und einige regionale Angebote wie das Quer-durchs-Land-Ticket.

Verbeamtete Lokführer zeigen sich mit ihren Kollegen solidarisch

+++ 14.27 Uhr +++ Wie bereits von der GDL angekündigt, wird der Bahn-Streik auch den Regional- und Fernverkehr treffen - und zwar bundesweit! In Bayern überlegt die Bahn, ob Fernstrecken eventuell mit Bussen statt Zügen überbrückt werden können. Dies Option steht zumindest zur Diskussion. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Das teilte Klaus-Dieter Josel, Bahn-Chef von Bayern, in einem Gespräch mit Merkur-Redakteur Klaus-Maria Mehr mit. Auch er prognostiziert für den Berufsverkehr am Mittwochmorgen: "Der Kunde muss sich auf Belastungen einstellen." Mit Blick auf die Lokführer-Gewerkschaft sagte er: "Es geht um Macht." Und fügte hinzu: "Das schadet nur uns (Anmerkung der Redaktion: der Bahn)."

+++ 14.05 Uhr +++ Merkur-Redakteur Klaus-Maria Mehr war am Dienstag mit Klaus-Dieter Josel, dem Bahn-Chef von Bayern, unterwegs. Dieser bereitet sich und die Bahn folgendermaßen auf den Streik am Abend vor: Die S8, die München mit dem Flughafen verbindet, soll trotz Arbeitsniederlegung im 20-Minuten-Takt fahren. Bei allen anderen S-Bahn-Linien will der MVV einen 40-Minuten-Takt aufrechterhalten. Dies soll mithilfe der verbeamteten Lokführer ermöglicht werden. "Viele Beamte melden sich krank", gibt Josel allerdings zu bedenken. Denn der Druck seitens der Gewerkschaft sei groß. Außerdem bestehe eine gewisse Solidarität mit den Kollegen. Es könne auch passieren, dass Lokführer ihre S-Bahn einfach an einem Bahnhof auf der Stammstrecke abstellen und an Ort und Stelle in Streik treten. Dann wäre die Hauptader der S-Bahn für alle anderen Züge blockiert. Wie groß das Chaos durch den Bahn-Streik in München wird, ist aufgrund dieser Unabwägbarkeiten schwer zu sagen. Der MVV hat für den Notfall zwar Ersatzbusse in Petto. Ob diese zum Einsatz kommen, ist allerdings noch nicht entschieden.

+++ 13.55 Uhr +++ Die Kritik am Streik reißt nicht ab. Heftigster Gegner des Arbeitskampfes ist die Bahn selbst: "Viele werden ihren Zielort nicht erreichen oder nur mit großer Verspätung", prognostizierte Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. "Wir finden es perfide, mit der Streikzeit zu suggerieren, dass man damit verantwortungsvoll umgehen möchte", sagte Homburg in Richtung GDL. Denn: "Auch morgen früh, wenn der Streik beendet ist, werden wir erhebliche Störungen und Einschränkungen im Berufsverkehr haben", so der Personenverkehrs-Vorstand der Bahn.

Bahn-Streik: Züge, die um 21 Uhr noch unterwegs sind, steuern nächsten Bahnhof an

+++ 13:38 Uhr +++ Einen Notfahrplan bei Zugausfällen will die Bahn nicht bestätigen. Ein Sprecher sagte, es sei kaum möglich, einen Schienenersatzverkehr zu planen, weil noch nicht bekannt sei, wo genau gestreikt werde. Auskünfte für Bahnreisende gibt es ab 18 Uhr unter der Servicenummer 0800/0996633.

+++ 13:30 Uhr +++ Schlechte Nachrichten für alle, die ab 21 Uhr noch mit der Bahn unterwegs sind: Die GDL will die Züge zwar nicht mitten auf der Strecke stoppen, doch zum Ziel bringen werden sie die Reisenden wohl auch nicht: "Wir steuern dann den nächstgelegenen Bahnhof an", sagte GDL-Sprecher Stefan Musiol. ICE-Züge sollen in die nächstgelegenen ICE-Bahnhöfe gefahren werden. Wie es von da aus für die Reisenden weitergeht, ist bislang nicht geklärt. Man wolle sich bemühen, die Fahrgäste trotz des Streiks an ihr Ziel zu bringen. "Wir befürchten allerdings, dass dies nicht in jedem Einzelfall möglich ist", sagte Musiol.

+++ 13:14 Uhr +++ Der MVG sieht sich nicht von den Auswirkungen des Streiks betroffen. Erfahrungsgemäß würden bei Bahn-Streiks nicht alle Menschen auf Busse, U- und Tram-Bahnen in München umsteigen, sagt Sprecher Matthias Korte. Außerdem seien die Kapazitäten, die S-Bahnen zu ersetzen, beim MVG nicht gegeben. "Ein Bus ist mit einem ganzen S-Bahn-Zug einfach nicht vergleichbar", sagt Korte. Des Weiteren seien derzeit nach dem Oktoberfest mehr Busse und Trambahnen als sonst wegen Wartungsarbeiten aus dem Verkehr gezogen worden.

Porsche-Betriebsratschef Hück nennt streikende Lokführer "egoistisch und nicht solidarisch"

+++ 12:50 Uhr +++ Jetzt hat sich auch Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück zu Wort gemeldet: Er bezeichnete die streikenden Lokführer und Piloten als "egoistisch und nicht solidarisch". Weiter bekräftigte er, dass er grundsätzlich für Streiks sei. Dieses Freiheitsrecht sei aber nicht als "Freibrief zur Durchsetzung egoistischer Interessen einzelner Berufsgruppen" gedacht.

+++ 12:40 Uhr +++ Die GDL stellt bislang keine Informationen über bestreikte Züge zur Verfügung. Die S-Bahn München will allerdings sofort nach Bekanntgabe der betroffenen Bahnen alle wichtigen Informationen in der Fahrplanauskunft von www.bahn.de und in der App "München Navigator" bereitstellen.

+++ 12:30 Uhr +++ In München werden ab 21 Uhr auch die S-Bahnen bestreikt. Die Bahn empfiehlt allen Münchnern Züge zu nutzen, die vor 21 Uhr im Zielbahnhof eintreffen. Die Beeinträchtigungen bei den S-Bahnen werden voraussichtlich auch noch den morgigen Berufsverkehr in der Früh betreffen.

+++ 12:05 Uhr +++ Die Lokführer fordern mit ihrem Streik fünf Prozent mehr Geld.. Aktuell verdient ein Lokführer 36.000 bis 46.000 Euro pro Jahr - einschließlich aller Zulagen. Die Höhe des Einkommens variiert je nach Qualifikation und Erfahrung.

Bahn-Streik: Pendler müssen auch Morgen mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen

+++ 11:35 Uhr +++ Gerade hat die Bahn in Berlin ein Statement zu den Auswirkungen des heutigen Streiks abgegeben: Die Bahn rechnet mit "erheblichen Beeinträchtigungen im morgendlichen Berufsverkehr". Bis in die Mittagsstunden sollen die Auswirkungen des Streiks im Bahnverkehr voraussichtlich spürbar sein.

+++ 11:10 Uhr +++ Um 13 Uhr wollen Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg ein Statement zum heutigen Streikaufruf abgeben.

+++ 10:50 Uhr +++ Sollte sich der Streik bis auf den Berufsverkehr morgen früh auswirken, gibt es schlechte Nachrichten für alle Pendler: Arbeitnehmer haben die Pflicht, sich rechtzeitig über Verzögerungen im Bahnverkehr zu informieren und für den Fahrweg mehr Zeit einzuplanen. Wer einfach zu spät kommt, muss sogar mit einer Abmahnung rechnen.

+++ 10.29 Uhr +++ Pendler und andere Reisende müssen sich heute Abend auf Verspätungen und Zugausfälle gefasst machen. Der Streik betrifft Fern- und Regionalzüge sowie die S-Bahnen. Doch welche Rechte haben Fahrgäste und was sollten Sie jetzt wissen? In unserem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen.

+++ 9.58 Uhr +++ Die Aktion Münchner Fahrgäste reagiert mit folgendem Statement von Sprecher Andreas Nagel auf den Bahn-Streik der GDL: "Wir fordern beide Tarifparteien auf, sich sofort an den Verhandlungstisch zu begeben - und wirklich inhaltliche Gespräche zu führen. Wer auf andere gesetzliche Grundlagen wartet, der fügt nur den Fahrgästen schweren Schaden zu." Der Fahrgastverband fordert angesichts des recht kurzfristig bekanntgegebenen Streiks eine Vorwarnzeit von 48 Stunden und eine Notdienstvereinbarung für die ersten und letzten Züge, sowie eine durchgehende Bedienung aller Strecken.

Bahn-Streik trifft München und die S-Bahn - darum geht es

+++ 9.41 Uhr +++ In den Augen der Bahn ist der Streik völlig überflüssig. Das ließ das Unternehmen bereits verlauten, als es sich noch um eine Drohung und nicht um eine konkrete Ankündigung handelte. Die Bahn schießt deshalb zurück und verweist auf einen Konflikt der Gewerkschaften, der auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werde: "Der GDL-Führung geht es aber darum, das Terrain von Konkurrenzgewerkschaften erobern zu wollen. Dafür nimmt sie Schaden für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen in Kauf."

+++ 9.26 Uhr +++ Worum geht bei dem Bahn-Streik? Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld. Außerdem wollen sie, dass die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden verkürzt wird. Darüber hinaus wird gefordert, dass die maximaler Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug um eine Stunde gesenkt wird. Geht es nach dem Willen der GDL, sollen künftig nur noch 50 statt bisher unbegrenzte Überstunden pro Jahr erlaubt sein. Last but not least gibt es noch die Forderung nach einem 50 Prozent Zeitzuschlag bei Schichtverlängerungen.

+++ 9.12 Uhr +++ Der Bahn-Streik umfasst Fern- und Regionalzüge sowie die S-Bahnen. Die GDL hat Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

+++ 9.00 Uhr +++ Ein Streik wird den Zugverkehr in ganz Deutschland ab Dienstagabend, 21 Uhr, lahmlegen. Das hat die Lokführer-Gewerkschaft GDL angekündigt. Betroffen ist auch München - inklusive der S-Bahn! Der Streik soll voraussichtlich neun Stunden lang, also bis 6 Uhr am Mittwochmorgen, dauern.

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