Das müssen Pendler wissen

Bahn-Streik: Schon jetzt fallen erste Züge aus!

München - Vorsicht Pendler: Am Mittwoch kommen Sie zwar in die Arbeit, möglicherweise aber nicht mehr heim. Grund: die nächste Streikrunde der GDL.

Update vom 17. Oktober: Die GDL legt erneut ihre Arbeit nieder - und zwar über das gesamte Wochenende. Die Gewerkschaft der Lokführer ruft zu neuen Streiks bei der Bahn auf.

Update vom 16. Oktober: Wie lief der Bahnstreik am Mittwoch? Wie groß sind die Nachwehen? Alles zum Tag danach gibt`s in unserem Live-Ticker.

+++ Einen Live-Ticker zum Bahn-Streik am Mittwoch und Donnerstag finden Sie hier. +++

Die Bahnen und S-Bahnen stehen wieder still: Von Mittwoch, 14 Uhr, bis Donnerstag, 4 Uhr, ist das Bahnpersonal zum Streik aufgerufen. 14 Stunden lang sollen die Mitarbeiter die Arbeit niederlegen. Allerdings dürften auch nach Ende des Streiks noch erhebliche Einschränkungen drohen. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr ebenso wie S-Bahnen und der Güterverkehr.

Bereits seit Mitternacht gilt ein eingeschränkter Fahrplan im Fernverkehr - zahlreiche Züge fallen aus. Mit einem zweiten Notfahrplan versucht die Bahn, die Auswirkungen des angekündigten Lokführerstreiks weiter zu mildern. „Ab Mittwochmorgen fahren nicht nur die Züge des Fernverkehrs nach einem Ersatzfahrplan, ab 9.00 Uhr gibt es auch im Regionalverkehr einen eingeschränkten Fahrplan“, sagte Bahn-Sprecher Matthias Franke am Morgen. Ziel sei es, trotz des Streiks so viele Reisende wie möglich ans Ziel zu bringen.

„Es geht uns um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für unsere Mitglieder“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Immer häufiger seien die Mitglieder gezwungen in Teilzeit zu arbeiten, weil Sie immer weniger Zeit für ihre Familien haben. Für diesen Zeitgewinn seien sie sogar bereit, Einkommensverluste hinzunehmen.

Im Zentrum der Forderungen der GDL stehen nach wie vor die Begrenzung von Überstunden, eine "echte Fünf-Tage-Woche" und freie Wochenenden.

Deshalb habe die GDL die Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten und Instruktoren/Trainer in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn erneut zum bundesweiten Streik aufgerufen - der auch wieder München und seine Pendler treffen wird.

Erst in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche hatte ein neunstündiger Streik den Bahnverkehr gelähmt und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt.

mm/dpa

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