Gewerkschaft ruft 2000 Beschäftigte auf

So trifft der Streik morgen München: Kliniken von Arbeitskampf betroffen

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Auch 2015 wurde in Großhadern gestreikt

Nach dem Warnstreik-Auftakt am 14. Februar wird es nun ernster: Vom Arbeitskampf sind am Dienstag in der Landeshauptstadt auch Kliniken betroffen.

Bevor die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst am Donnerstag in Potsdam weitergehen, hat die Gewerkschaft Verdi für den morgigen Dienstag rund 2000 Beschäftigte in Bayern zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In München sind auch die Unikliniken betroffen.

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fordern sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. In Bayern betrifft der Tarifvertrag rund 100 000 Beschäftigte. Die Länder haben beim letzten Treffen am Verhandlungstisch aber kein Angebot vorgelegt. „Das ist doch widersinnig“, schimpft Heinrich Birner, Verdi-Geschäftsführer in München. „In München bekommen sie kaum noch Personal und bei den Verhandlungen zieren sie sich, ein faires Angebot für eine Lohnerhöhung auf den Tisch zu legen.“

Es kann zu OP-Verschiebungen kommen

In München wollen unter anderem Mitarbeiter der Uni-Kliniken in den Warnstreik treten. Betroffen sind die LMU-Kliniken Großhadern und Innenstadt sowie das Deutsche Herzzentrum der TU München – dort soll auch am Mittwoch gestreikt werden. Patienten müssen sich laut Verdi-Sprecher Birner aber keine Sorgen machen: „Es kann zu OP-Verschiebungen kommen, Notoperationen finden aber auf jeden Fall statt.“

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Auch Beschäftigte von Museen (Deutsches Museum, Botanischer Garten), Gerichten, der Autobahndirektion Südbayern, des Studentenwerks München, einiger Theater (Staatsoper, Residenz-, Gärtnerplatz- und Prinzregententheater) sowie der Schlösser- und Seenverwaltung sollen vorübergehend die Arbeit ruhen lassen. Möglich sei, dass Mensen nur einen Notbetrieb anbieten können, kündigt Birner an. Ob Theatervorstellungen wegen streikender Bühnentechniker ausfallen müssen, lasse sich erst am Dienstag sagen. Ebenso, ob Einrichtungen der Schlösser- und Seenverwaltung, etwa Schloss Nymphenburg, wie gewohnt öffnen könnten.

In München startet der Demonstrationszug um 10 Uhr am DGB-Haus an der Schwanthalerstraße 64. Die zentrale Kundgebung beginnt dann um 11 Uhr am Stachus. Dort spricht Luise Klemens, Landesleiterin von Verdi Bayern.

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