Das wird kein Kindergarten!

Streik in München: Heute weniger Strafzettel?

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Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst wird es in München weniger Strafzettel als gewöhnlich geben.

München - Das wird kein Kindergarten! Münchens städtische Erzieherinnen und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes treten heute in ­Warnstreik – insgesamt hat die Gewerkschaft Verdi 30.000 städtische Angestellte aufgerufen.

Am Mittwoch um 10.30 Uhr gibt’s eine große Kundgebung am Stachus. „Hierzu erwarten wir schätzungsweise etwa 1200 Streikende“, sagt Heinrich Birner von Verdi. Die Streikenden fordern unter anderem eine pauschale Lohnerhöhung von 100 Euro sowie 3,5 Prozent mehr Gehalt. Was aber erwartet die Münchner? Birner: „Soviel vorweg: Wir verschießen noch nicht unser ganzes Pulver. Sollte bei den Verhandlungen am Donnerstag und Freitag kein akzeptables Angebot vorgelegt werden, haben wir noch weitere Berufsgruppen zum Nachlegen …“ Soll heißen: Bei einem möglichen Streik kommende Woche käme es noch dicker. Die streikenden Berufsgruppen sind noch nicht offiziell.

Wer schon sicher dabei ist – und wo der Münchner Auswirkungen spürt:

Kinderbetreuungseinrichtungen: Aufgerufen sind hier etwa 4500 Angestellte aus 490 städtischen Krippen, Kitas und Horten. Verdi schätzt, dass wohl etwa 250 Einrichtungen heute gar nicht erst öffnen, einige andere arbeiten auf Sparflamme, weil einzelne Mitarbeiter streiken.

Stadtwerke: Der Nahverkehr ist bei uns nicht wie in anderen Bundesländern betroffen, die Beschäftigten hier haben einen eigenen Tarifvertrag. „In einigen Hallenbädern allerdings kommt es zu Schließungen oder Teilschließungen“, want Franz Schütz von Verdi. „Der SWM-Kunde muss außerdem mit längeren Wartezeiten bei den Servicetelefonen rechnen.“ Die Störungsdienste seien nicht betroffen.

Baureferat: Hier wirkt sich der Streik u. a. auf Wartung und Reparatur von Straßenbeleuchtung bzw. Ampeln sowie auf die Straßenreinigung aus – da gibt es nur Notdienste. Verkehrsüberwachung: Strafzettel wird es heute wohl weniger geben. Aber aufgepasst: Auch die Polizei kann kontrollieren! Auch die Müllabfuhr könnte betroffen sein – zumindest will die Gewerkschaft sich zu deren Teilnahme nicht äußern.

nba

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