Kitas bleiben am Mittwoch zu

Streik: So trifft er München

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„Dieser Betrieb wird bestreikt“: Schilder wie dieses von 2009 könnten morgen an vielen Münchner Kindergärten und Krippen hängen. Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen.

München - Die Streikwelle im Öffentlichen Dienst schwappt nach München. Die Gewerkschaft ver.di hat für den Mittwoch um 10.30 Uhr eine Kundgebung am Stachus angekündigt.

 Welche Betriebe zum Warnstreik aufgerufen werden, soll am Dienstag bekannt gegeben werden.

Am Donnerstag ist die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen ohne Einigung zu Ende gegangen. In einigen Bundesländern haben die Angestellten schon in den vergangenen Tagen ihre Arbeit niedergelegt. In München gilt der Tarifvertrag für rund 30 000 Angestellte der Stadt. Hinzu kommen Mitarbeiter der städtischen Gesellschaften und des Bundes.

Bisher hat die Gewerkschaft nur verraten, dass die rund 500 Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt von den Streiks betroffen sein werden. „Der Streikaufruf geht an alle Krippen, Kitas, Tagesheime und Horte“, sagt der Münchner ver.di-Geschäftsführer Heinrich Birner. Einrichtungen, die wegen des Streiks nicht geöffnet sind oder nur Notgruppen einrichten, haben die Eltern bereits darüber informiert. Außerdem könnten morgen städtische Kliniken, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Stadtgärtnerei und Verwaltung bestreikt werden. Der Nahverkehr bleibt weitgehend verschont, da für diesen eine andere Tarifspalte gilt.

ver.di fordert eine pauschale Lohnerhöhung um 100 Euro für alle Beschäftigten, zusätzlich 3,5 Prozent mehr Gehalt sowie die verbindliche Übernahme von Auszubildenden. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Das könnte sich nach den Streiks in dieser Woche ändern. Am Donnerstag gehen die Gespräche weiter.

Bea

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