Alle wichtigen Infos im Überblick

Streik: So fahren die S-Bahnen Donnerstag Früh

München -  Die Lokführergewerkschaft GDL macht ernst: Streik bei Bahn und S-Bahn - auch in München, und das zu einer Zeit, wo es die meisten Berufstätigen auf dem Heimweg kalt erwischt. Seit 14 Uhr geht nichts mehr.

Update vom 7. November: Der Streik-Marathon der GDL bei der Bahn ist in vollem Gange: Auch am Freitag müssen Pendler mit Verspätungen und massiven Einschränkungen im Zugverkehr rechnen. Alle aktuellen Infos zum Bahn-Streik am Freitag gibt's bei uns im Live-Ticker.

Update vom 5. November: Der 98-Stunden-Streik der GDL hat begonnen! Der Güterverkehr der Bahn steht bereits still. Ab 2 Uhr am Donnerstagmorgen, 6. November, wird auch der Personenverkehr lahmgelegt. Alle aktuellen News sowie einen Video-Appell von Ministerpräsident Horst Seehofer finden Sie in unserem Live-Ticker zum Bahn-Streik. Wie Sie Ihre Bahn-Verbindung prüfen, haben wir in einem eigenen Artikel für Sie zusammengefasst. Sobald der Not-Ersatzfahrplan für Bayern veröffentlicht wird, gibt es ein Update. 

Update vom 17. Oktober: Die GDL legt erneut ihre Arbeit nieder - und zwar über das gesamte Wochenende. Die Gewerkschaft der Lokführer ruft zu neuen Streiks bei der Bahn auf.

Wie es am Donnerstag weitergeht, ob es nach dem Streik zu Problemen kommt: Lesen Sie alle News zum Tag-Nach-Dem-Bahnstreik hier im Ticker.

+++ Donnerstag, 6.37 Uhr +++ Nach dem 14-stündigen Streik der Lokführer ist der Bahnverkehr am frühen Donnerstagmorgen in Bayern wieder weitgehend geregelt angelaufen. Jedoch müssten Pendler bis etwa 7.00 Uhr noch mit einzelnen Zugausfällen bei der S-Bahn München rechnen, wie ein Bahn-Sprecher in München sagte. Der Regional- und Fernverkehr laufe wieder planmäßig. „Wir sind um 4.00 Uhr problemlos gestartet“, sagte der Sprecher. Lediglich im Allgäu sowie bei den S-Bahnen in München und Nürnberg sei es frühmorgens noch zu Ausfällen gekommen.

+++ 22.12 Uhr +++ Wie geht es morgen Früh weiter? "Wir wollen am Donnerstagmorgen so schnell wie möglich den Normalbetrieb wieder aufnehmen", sagt ein Bahnsprecher. Das werde schrittweise erfolgen. Bis 4 Uhr gilt ein eingeschränktes Angebot: Es wird versucht, die Linie S 8 zwischen München-Pasing und dem Flughafen München im 20-Minuten-Takt verkehren zu lassen. Auf allen anderen Linien wird versucht, sukzessive zusätzliche S-Bahnen auf den Linien einzusetzen, um den 60-Minuten-Takt zu verdichten.

Ab 4 Uhr bis 7 Uhr morgens ist die sukzessive Rückkehr zum Regelfahrplan geplant. Es ist geplant, soweit als möglich den Regelverkehr aufzunehmen und nach Verfügbarkeit auch die 10–Minuten-Takte anlaufen zu lassen. Die Taktdichte wird ab 4 Uhr morgens sukzessive und spürbar zunehmen.

Ab 7 Uhr gilt der Regelfahrplan Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass wir ab 7 Uhr wieder eine stabile Betriebslage erreicht haben und im Regelfahrplan fahren.

+++ 20.01 Uhr +++ Die folgende Nachticht hat zwar nicht direkt etwas mit dem Streik zu tun, ist für S-Bahn-Fahrer aber trotzdem unter Umständen interessant: Aufgrund von Bauarbeiten verkehren ab zirka 21 Uhr Schienenersatzverkehrbusse bereits ab Johanneskirchen bis Flughafen. Es besteht somit kein S-Bahn-Pendelverkehr zwischen Ismaning und Flughafen.

+++ 19.15 Uhr +++ Der Streik der Lokführer hat am Mittwoch auch in Bayern zu massiven Zugausfällen und Verspätungen geführt. Zwei Drittel der Fernzüge fuhren nicht. Beim Nahverkehr waren vor allem das Allgäu und Nürnberg betroffen, wie Deutsche-Bahn-Sprecher Anton Knapp in München sagte - ein Überblick über die Situation im Freistaat!

+++ 18.37 Uhr +++ Auch, wenn die Verärgerung tausender Pendler grenzenlos war beziehungsweise immer noch ist, haben zumindest im Internet haben viele ihren Humor nicht verloren - oder die Wartezeit genutzt, um über die blockierte Fahrten zu spotten. Vor allem auf Twitter, wo unter #Lokfuehrerfilme Titel bekannter Streifen kurzerhand umgedichtet wurden. Streik ist, wenn man trotzdem zwitschert. Hier einige der originellsten Vorschläge aus dem Netz:

- Fack Ju Pünktlichkeit (Fack Ju Göhte, 2013)

- Aus der Mitte entspringt ein Bus (Aus der Mitte entspringt ein Fluss, 1992)

- Jenseits von Gleisen (Jenseits von Afrika, 1985)

- Es geschah nichts am helllichten Tag (Es geschah am helllichten Tag, 1958)

- Fräulein Smillas Gespür fürs Stehen (Fräulein Smillas Gespür für Schnee, 1997)

- Fahr langsam - jetzt erst recht (Stirb langsam - jetzt erst recht, 1995)

- Ziemlich verspätete Freunde (Ziemlich beste Freunde, 2011)

- Bahn Wars: Krieg der Züge (Star Wars: Krieg der Sterne, 1977)

- Last Bahn Standing (Last Man Standing, 1996)

- Twilight - Bis(s) zur letzten Zugverbindung (Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen, 2008).

Wir meinen: alle oscarwürdig!

+++ 17.51 Uhr +++ Bei der Bahn droht eine weitere Eskalation. „Wir rechnen mit deutlicher Streikausweitung und kürzeren Ankündigungszeiten“, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL in Bayern, Uwe Böhm, gegenüber dem "Münchner Merkur" (Donnerstag). Er sprach von einer Streikgefahr „bis Weihnachten“. Grund sei die verhärtete Konfliktlage zwischen GDL und Deutscher Bahn. „Wir haben null Angebot“, sagte Böhm. Daher könnten die nächsten Streiks auch ganztägig stattfinden. „Wir schließen nur unbefristete Streiks aus.“

+++ 17.05 Uhr +++ Die Bahn gibt einen Zwischenstand zur S-Bahn München: Die Züge verkehren derzeit auf allen Strecken mindestens im 60-Minuten-Takt, teilweise auch häufiger, heißt es.

+++ 16 Uhr +++ Der Bahnstreik trifft vor allem Fernreisende: Im Norden Bayerns seien vor allem Fahrgäste von ICE und IC betroffen, heißt es in einer Meldung der dpa. Zwei Drittel dieser Züge fallen heute aus, so der Stand in Nürnberg.

+++ 15.50 Uhr +++ Für 16 Uhr ist ein Streiktreffen der Lokführer geplant. Die Versammlung findet am Hauptbahnhof an Gleis 11 am Cafe Hölzl statt. 

+++ 15.43 Uhr +++ Das einzig Lustige an diesem Streik ist vermutlich der satirische Fake-Twitter-Account @ClausWeselsky. Unter dem Motto „Die Bahn bin ich“ twittert ein unbekannter User alle paar Minuten witzige Rechtfertigungen für den Streik. Übellaunige Twitter-Nutzer, die ihn für den echten GDL-Chef halten und ihn deshalb beschimpfen, lässt @ClausWeselsky auflaufen. Einer Frau, die sich über den „Drecks #Bahnstreik“ aufregt, weil sie jetzt nicht mit der Bahn zum Sport fahren kann, antwortet er: „Laufen, du Faulpelz!“ Und einem anderen User entgegnet @ClausWeselsky: „Mach mal keinen Aufstand hier. Es geht hier um ne wichtige Sache: Meine persönliche Macht.“

+++ 15 Uhr +++ Mit dem Stillstand allein ist es nicht getan. Was Bahnkunden jetzt wissen müssen, wenn es um Fahrpreiserstattung und dergleichen geht, haben wir für Sie in einer Checkliste für Reisende zusammengestellt.

+++ 14.51 Uhr +++ Auch in der Region ist es inzwischen ruhig geworden auf den Bahnsteigen. Die Kollegen vom Tölzer Kurier haben ein Foto vom Kochler Bahnhof gepostet.

+++ 14.17 Uhr +++ Unsere Videojournalisten waren am Hauptbahnhof unterwegs und haben mit Pendlern gesprochen. Die reagieren verärgert und verständnislos auf den erneuten Streik. Klicken Sie oben in das Video!

+++ 14.15 Uhr +++ Aktuelle Informationen gibt es laut Bahn unter www.bahn.de/aktuell. Die ausfallenden Züge seien auch in der Fahrplanauskunft und in der App "München Navigator" ersichtlich.  

Streik: Jetzt gilt der Notfahrplan der Bahn

+++ 14.07 Uhr +++ Wer sich viel auf Twitter bewegt - und den Streik mit all seinen Folgen mit Humor nehmen kann - dem seien die #Lokführerfilme empfohlen. Unter diesem Hashtag machen sich die Nutzer über den Bahnstreik lustig.

+++ 13.59 Uhr +++ Der Streik beginnt überpünktlich: In der S3, die die Kollegin nutzt, hat der Lokführer der Kollegin erklärt, dass er noch zwei Stationen fährt - dann ist Schluss und der Notfahrplan setzt ein.

+++ 13.45 Uhr +++ Gespenstisch leere Bahnsteige, volle S-Bahnen: Die Kollegin ist auf dem Heimweg und hat Bilder vom Hauptbahnhof und aus der Bahn geschickt. Kurz vor Streikbeginn sind die letzten regulären Züge voller, dafür ist der Hauptbahnhof fast wie ausgestorben. Das Bild, das wir hier zeigen, wurde in der S3 Richtung Mammendorf aufgenommen.

+++ 13.30 Uhr +++ Auf Twitter begegnen viele betroffene Bahnkunden dem Streik mit Galgenhumor: Unter dem Hashtag #Bahnstreik läuft neben ironischen Kommentaren vor allem die bange Frage auf: Wie komme ich heute nach Hause?

+++ 13.22 Uhr +++ In Sachen Mietwagen sieht es am Hauptbahnhof inzwischen schon schlecht aus: „Ohne Reservierung geht bei uns gar nicht mehr“, sagte ein Mitarbeiter der Sixt-Filiale. Man hätte mehr Fahrzeuge bereitgestellt, heißt es - wenn der Streik eher angekündigt worden wäre. Ähnlich ist die Situation übrigens auch am Nürnberger Bahnhof.

+++ 12.26 Uhr +++ Die Nachrichtenagenturdpa meldet, dass in Bayern mittlerweile kaum noch Fernzüge unterwegs sind. Viele ICE-Züge, etwa von München nach Nürnberg und Augsburg, fahren schon seit dem Vormittag nicht mehr. „Hier kommt es zu größeren Lücken“, sagte ein Bahnsprecher. Damit will die Bahn verhindern, dass Züge unterwegs stehen bleiben und für den Betriebsstart am Donnerstagmorgen nicht am richtigen Bahnhof zur Verfügung stehen. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber warf der Lokführergewerkschaft Machtgier vor. „Die GDL will nicht zusammenarbeiten - mit niemandem“, sagte Weber. Normalerweise werde erst geredet und dann gestreikt. Die GDL stelle dieses Prinzip auf den Kopf. Kritik gab es auch vom Fahrgastverband „Pro Bahn“. Wegen der kurzen Vorwarnzeit hätten viele Fahrgäste keine Chance, sich auf die Einschränkungen einzustellen. Es scheint übrigens eine wahre Streik-Woche zu werden: Morgen wollen die Germanwings-Piloten die Arbeit niederlegen.

Streik beginnt: So fährt die S-Bahn ab 14 Uhr

+++ 11.43 Uhr +++ So schnell kann es plötzlich gehen, nachdem es zunächst eine völlig andere Ansage gab: Die S-Bahn hat jetzt doch einen Notfall-Plan entworfen - etwa zwei Stunden vor Streikbeginn. So fährt die S-Bahn ab 14 Uhr: Wie es im Streckenagenten heißt, soll es wenigstens einen 60-Minuten-Takt geben. Die Linie S 8 soll zwischen München-Pasing und dem Flughafen München im 20 Minuten-Takt verkehren. Auf allen anderen Linien versucht der MVV zumindest, den 60 Minuten-Takt sukzessive zu verdichten.

Wir streiken: GDL-Vertreter am Hauptbahnhof in München.

+++ 11.29 Uhr +++ Die Bahn hat ihren Notfallplan - der MVV bisher nicht. Offenbar ist der MVV quasi handlungsunfähig, weil die  Lokführergewerkschaft GDL keine Auskunft über die "bestreikten Züge" gibt. Man müsse deswegen bis 14 Uhr warten und dann ad hoc reagieren. Für die Pendler heißt das, dass sie bisher überhaupt nicht planen können, wie sie am Abend nach Hause kommen.

+++ 10.50 Uhr +++ Pendler berichten auf der Facebook-Seite des Fürstenfeldbrucker Tagblatts von ihren "Horror"-Trips in die Arbeit. Bernd schreibt: "Für 110 km 2h35min. Konnte nur mit dem Auto zum Ziel kommen." Chris berichtet: "Ich muss mit dem Auto, weil es keine vernünftige Alternative gibt. Aber das war heute ein Fehler: statt knapp 50 Minuten fast 1,5 Stunden." Das Auto ist demnach keine gute Alternative zur Bahn.

+++ 10.31 Uhr +++ Der eine oder andere wird sich schon gefragt haben, warum die Bahn bereits Stunden vor dem Streik mit einem Notfahrplan fährt. Wie ein DB-Sprecher gegenüber dem Nachrichtensender N24 erklärt, habe man diesmal im Gegensatz zum ersten Streik die Möglichkeit gehabt, sich über Nacht auf die Situation vorzubereiten und "mit heißer Nadel" einen Ersatzfahrplan erarbeitet. Dies gilt allerdings nicht für die Münchner S-Bahn. Hier müssen sich Pendler noch gedulden, bis sie Informationen erhalten.

+++ 10.19 Uhr +++ Die Gewerkschaft GDL erhöht den Druck. Der bundesweite Streik wird heute ab 14 Uhr den Zugverkehr der Bahn lahmlegen. Egal ob München oder Hamburg, überall fürchtet man sich vor dem großen Bahn-Chaos, wie zum Beispiel die Hamburger Morgenpost berichtet.

Streik bei der Bahn führt zu Stau auf den Straßen in München

+++ 9.17 Uhr +++ Der Streik bei der Bahn wird sich auch auf die Straßen in München aus: Viele sind aufs Auto umgestiegen, hinzu kommen noch einige Auffahrunfälle. Mittlerer Ring, Föhringer Ring, Ständlerstraße, Einsteinstraße, A9 zwischen Kreuz-München-Nord und Fröttmaning, A99 Kreuz München Süd in Richtung Kreuz München-Nord: Überall staut es sich - zum Teil sollten Autofahrer mit einem Zeitverlust von bis zu eineinhalb Stunden rechnen. Auch im Umland - etwa bei Fürstenfeldbruck - sind die Autobahnen dicht, wie uns Pendler berichten.

+++ 8.55 Uhr +++ Wie komme ich heute Nachmittag beziehungsweise Abend von der Arbeit wieder nach Hause? Diese Frage stellen sich im Moment viele, die vom Streik betroffen sein werden, und es gibt...KEINE Antwort. Die Bahn teilt gerade mit, dass die GDL "erneut" nicht darüber informiert, welche Züge bestreikt werden. "Wir bitten um Verständnis, dass Auskünfte über die Beeinträchtigungen nach 14 Uhr erst unmittelbar nach Streikbeginn möglich sein werden", heißt es. Sobald mehr bekannt sei, werde man die Fahrgäste unverzüglich informieren - über die Fahrplanauskunft unter www.bahn.de und in der App „München Navigator“. Dies wird jedoch vermutlich zu Streikbeginn nicht vollständig möglich sein.

+++ 8.51 Uhr +++ Jetzt streikt auch noch die Technik: An einem Bahnübergang bei Deisenhofen gibt es Probleme. Auf der Linie der S3 kommt es sowohl Richtung Holzkirchen als auch Richtung Mammendorf zu Verzögerungen.

Bahn bezeichnet Streik als "Dreistigkeit und Unverschämtheit"

+++ 8.33 Uhr +++ Der Streik kommt nicht nur bei all denen, die auf Bahn und S-Bahn angewiesen sind, gar nicht gut an - auch die Bahn-Chefs sind empört. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber kritisierte den Streik-Aufruf. Er habe sich mit GDL-Chef Claus Weselsky verabredet, um am Mittwoch und Donnerstag nach Lösungen für den Konflikt zu suchen, sagte Weber im ZDF-Morgenmagazin. "Und dass Stunden, bevor diese Gespräche überhaupt erst beginnen, die GDL zum Streik aufruft - das ist schon eine Dreistigkeit und Unverschämtheit."

+++ 8.19 Uhr +++ Das Servicetelefon der Bahn, das extra für den Streik eingerichtet wurde, läuft seit 8 Uhr heiß. Es wird nicht mal eine Wartezeit angesagt, sondern nur: "Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal." Wer es dennoch versuchen will: Die kostenlose Nummer lautet 08000/99 66 33. Die Informationen für Bayern erhalten Sie im Internet auf http://www.bahn.de/blitz/view/bayern/uebersicht.shtml.

+++ 8 Uhr +++ Die Bahn versucht mit allen Mitteln, die Auswirkungen des Streikes auf die Fahrgäste abzumildern, heißt es auf der DB-Webseite. Deshalb würden seit heute Morgen nicht nur die Züge des Fernverkehrs nach einem Ersatzfahrplan verkehren, ab 9 Uhr gibt es auch im Regionalverkehr einen sehr eingeschränkten Fahrplan. Wichtig für die Pendler aus München und dem Umland: Schon jetzt fallen einzelne S-Bahnen des 10-Minuten-Taktes aus.

+++ 7.30 Uhr +++ Die Pendler werden in der S-Bahn bereits darüber informiert, dass ab 14 Uhr der Streik beginnt. Wer konnte, ist eh schon aufs Auto umgestiegen - allerdings sind die Straßen rund um München auch schon überlastet. Wer jetzt in die Arbeit fährt und den Mittleren Ring nicht umgehen kann: Viel Zeit einplanen.

GDL beendet heute den "Schon-Streik"

Am Dienstagabend hat die GDL ihre Mitarbeiter zum Streik aufgerufen. Diesmal handelt es sich nicht um die Abendstunden wie beim letzten Streik, in denen nur noch die wenigsten Pendler betroffen sind. Nein, jetzt geht die Gewerkschaft in die Vollen: Von Mittwoch, 14 Uhr, bis Donnerstag, 4 Uhr, streiken die Mitarbeiter. 14 Stunden lang sollen sie bei der Bahn die Arbeit niederlegen. Auch nach Ende des Streiks dürften noch erhebliche Einschränkungen drohen. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr ebenso wie S-Bahnen und der Güterverkehr.

Ein eingeschränkter Fahrplan im Fernverkehr der Bahn gilt bereits seit Mitternacht. Schon am Morgen sind die ersten Züge ausgefallen.

Bahn-Mitarbeiter fordern mehr Freizeit

Die GDL verlangt für die Beschäftigten der Bahn fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Sie will zudem auch für das übrige Zugpersonal verhandeln. In einer Mitteilung der GDL heißt es: Immer häufiger seien die Mitglieder gezwungen in Teilzeit zu arbeiten, weil Sie immer weniger Zeit für ihre Familien haben. Für diesen Zeitgewinn seien sie sogar bereit, Einkommensverluste hinzunehmen.

kg/kb/mm

Rubriklistenbild: © Westermann

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