Streit im Bahnhofsviertel

Taxler (38) ins Koma geprügelt: Zwei Sicherheits-Männer fliehen

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Der Taxler wollte in der Adolf-Kolping-Straße Fußmatten reinigen

Durch einen Faustschlag eines Security-Mitarbeiters wurde ein Taxifahrer so schwer verletzt, dass er mit einer doppelseitigen Hirnblutung in die Klinik kam. 

München - Es war nur ein einziger Faustschlag – mit verheerenden Folgen für alle Beteiligten: Eine völlig sinnlose Auseinandersetzung zwischen zwei Security-Mitarbeitern und einem Taxifahrer (38) nahm am 9. August vor einer Baustelle in der Adolf-Kolping-Straße (Bahnhofsviertel) einen höchst dramatischen Verlauf. Denn der Taxifahrer wurde so schwer verletzt, dass er mit einer doppelseitigen Hirnblutung in die Klinik kam.

Gegen 20 Uhr hatte der Taxler an jenem Abend im Baustellenbereich kurz angehalten, um die Fußmatten zu reinigen. Schon kamen zwei Security-Mitarbeiter aus Montenegro – ein 20-Jähriger und sein Schwiegervater (40) – und wollten ihn verscheuchen. Ein Wort gab das andere. Die Sicherheitsmitarbeiter notierten sich die Autonummer, um ihn anzuzeigen. Der Taxifahrer reagierte genervt und ignorierte die Anweisungen. 

20-Jähriger legt umfassendes Geständnis ab

Am Ende standen sich die Männer direkt gegenüber. Eine Bemerkung des Taxifahrers provozierte den 20-Jährigen offensichtlich so sehr, dass er sich vergaß. Er holte aus und verpasste dem 38-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht – so hart, dass der Taxifahrer augenblicklich bewusstlos wurde und mit dem Hinterkopf rückwärts auf die Straße stürzte. Die Security-Männer leisteten noch Erste Hilfe. Als der Rettungswagen kam, waren die Männer verschwunden. Die Einsatzkräfte gingen zunächst von einem Schwächeanfall aus. Dennoch wurde die Polizei eingeschaltet, die den wahren Sachverhalt bald herausfand und auch die beiden Männer ausfindig machte. Der 20-Jährige legte sofort ein umfassendes Geständnis ab. Seine Offenheit bewahrte ihn letztlich vor dem eigentlich sicheren Haftbefehl. Die Polizei ermittelt zurzeit wegen einer einfachen Körperverletzung.

Für den türkischen Familienvater jedoch hatte die Verkettung unglücklicher Umstände schwerste Folgen. Er lag zwölf Tage in der Klinik – sieben davon allein auf der Intensivstation.

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