Schäden an Garchinger Reaktor?

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Der Garchinger Forschungsreaktor FRM II auf dem Gelände der Technischen Universität. 

München - Grüne und TU München streiten um Korrosionsspuren am Garchinger Forschungsreaktor FRM II. Grünen-Energieexperte Ludwig Hartmann berief sich am Mittwoch auf ein geheim gehaltenes Gutachten.

Das Gutachten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung bestätige, dass es seit der Inbetriebnahme Probleme gebe. Hartmann fordert nun Aufklärung vom Umweltministerium und der TU München. Nach Angaben der Hochschule handelt es sich um "wenige Millionstel Millimeter" dicke eisenhaltige Beläge, die eine rötliche Verfärbung verursachen.

Derartige Ablagerungen träten auch in Reinstwasser-Systemen der pharmazeutischen Industrie immer wieder auf. "Mehrere unabhängige Fachgutachten haben bestätigt, dass diese Verfärbungen sicherheitstechnisch unbedenklich sind und weder die Dichtheit noch die Integrität oder Standsicherheit des Beckens oder der Einbauten in irgendeiner Weise beeinträchtigen", hieß es in der Stellungnahme der TU.

Außerdem gebe es einen "Korrosionsbefund" - zu Deutsch Rost - an Wellenbuchsen zweier Armaturen des Schwerwassersystems. Dieses System habe aber keinerlei Verbindung zum Reaktorbecken. Das Umweltministerium erklärte dazu, der Befund habe keine sicherheitstechnisch relevante Bedeutung. "Die Anlage geht erst wieder in Betrieb, wenn die betroffenen Bauteile erneuert sind." Der Reaktor ist seit Ende Oktober 2010 in Revision - nach Angaben der TU planmäßig.

dpa

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