Wirte sind sauer 

Streit mit Wiesn-Chef: Posse um den Bier-Preis

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Die Preise für das Wiesnbier sorgen immer wieder für Diskussionsstoff.

Schon wieder gibt es Ärger um die Wiesn – diesmal sind die Wirte sauer. Deren Sprecher Peter Inselkammer sagte gestern: „Für die Wirte ist das ein massiver Eingriff in die Preisgestaltung. Da muss man sich schon fragen, wo setzt man an?“

Passiert war im Grunde Folgendes: Der neue Wiesn-Chef und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) hatte das Gespräch mit den Gastronomen gesucht, es ging um den Bierpreis und dessen mögliche Erhöhung. Baumgärtner sagte unserer Zeitung: „Ich habe lediglich den Wunsch geäußert, die Preise für die Mass gar nicht oder nur moderat anzuheben. Eine Erhöhung von 40 Cent ist für mich nicht mehr moderat.“

Welche Preise die Wirte eingereicht haben, war nicht zu erfahren. Bei der Wiesn 2018 lag der Höchstpreis bei 11,50 Euro für einen Liter Wiesnbier. Baumgärtner: „Es ging mir bei den Wirten darum, miteinander zu reden. Nicht darum, aufeinander einzuhacken.“ Auch sei es nicht darum gegangen, eine Preiserhöhung per se zu unterbinden.

Bei dem einen oder anderen Wirt sei das aber genauso angekommen, entgegnet Inselkammer. „Da muss man vorsichtig sein. Wir sollen die Preise unabhängig und frei ermitteln, sonst gibt es Probleme mit dem Kartellrecht.“

Co-Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel (Schottenhamel Festhalle) sagte auf Anfrage unserer Zeitung: „Jeder Wirt kalkuliert für sich, daher kommen auch die unterschiedlichen Massbier-Preise zustande.“ Wenn der neue Wiesn-Chef allerdings vorstellig werde und um moderate Erhöhung bitte, „dann wird das durchaus gehört und von uns auch an die Kollegen weitergegeben“. Ob Baumgärtners Wunsch ankommt? Schottenhamel: „Das kann ich nicht sagen. Aber dass wir erhöhen werden, ist kein Geheimnis.“

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