Auch FDP schießt sich auf ihn ein

Streit um Kliniken: Druck auf Monatzeder

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Das Schwabinger Krankenhaus gehört zu den "Patienten"

München - Beim Notfall-Einsatz des OB zur Rettung des Städtischen Klinikums erhöht die Opposition den Druck auf Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne). Jetzt übt auch die FDP Kritik.

Nach der CSU schießt sich auch die FDP auf den Vorsitzenden des Aufsichtsrats ein. „Nun erkennt auch OB Ude, dass der Aufsichtsrat mit Herrn Monatzeder völlig überfordert ist und die Bestellung der jetzigen Geschäftsführung ein großer Fehler war“, sagt Fraktionschef Michael Mattar. Dem Gremium gehören Stadträte nur von SPD, CSU und Grünen an. Die FDP fordert eine Teilprivatisierung.

OB Christian Ude (SPD) hatte angekündigt, die Sanierung der fünf Krankenhäuser in einem Lenkungskreis zur Chefsache zu machen. Den hatte CSU-Fraktionschef Josef Schmid in der tz als „Ablenkungskreis“ bezeichnet. Den Rücktritt Monatzeders fordert er seit Monaten. Dessen Amtszeit endet nach der Kommunalwahl in nicht einmal fünf Monaten.

Schmid verlangt zudem eine Entscheidung über die Sanierung von Bogenhausen und Schwabing: „Die Geschäftsführer brauchen die Mehrheitsfraktionen anstelle des gefährlichen Versuchs von Rot-Grün, die Entscheidungen über den Wahltag hinauszuschieben.“ SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann wies das zurück: „Seine Vorschläge beschränken sich bisher aufs Schlechtreden. Da brauchen wir keine Ratschläge.“

DAC

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