Streitsüchtiger Schwarzfahrer greift Polizisten an

München - Was mit einer Schwarzfahrt begann, wird einem 25-jährigen Wohnsitzlosen nun erhebliche strafrechtliche Folgen einbringen. Dabei wollte er nach eigenem Bekunden nur "lustig" sein:

Der Mann schlief tief, als Fahrscheinkontrolleure am Dienstagmorgen in die aus Mammendorf kommende und stadteinwärts fahrende S-Bahn der Linie S3 stiegen. Davon, dass er geweckt wurde, zeigte sich der Mann überhaupt nicht begeistert. Auf die Bitten der Bahnbediensteten, den Fahrschein vorzuzeigen, reagierte er nur kurz und heftig mit Beleidigungen – anschließend schlief er wieder ein.

Als er im Bahnhof Pasing abermals wachgerüttelt wurde, stand eine mittlerweile herbeigerufene Bundespolizeistreife vor ihm. Der Fahrgast zeigte sich auch dieses Mal aggressiv und provozierte weiterhin sowohl die Fahrscheinprüfer als auch die Polizisten.

Während die Uniformierten seine Personalien überprüften, machte er plötzlich eine Angriffsbewegung, als ob er einem der Beamten einen Kopfstoß versetzen wollte. Auf dem Weg zur Wache beleidigte er zudem die Bundespolizisten mehrfach und leistete Widerstand.

Auf der Dienststelle angekommen, absolvierte der Schwarzfahrer zunächst einen Atemalkoholtest. Dieser ergab einen Wert von 1,67 Promille. Anschließend bekundete der 25-Jährige, mit dem Kopfstoß habe er prüfen wollen, wie der Polizist reagiert. Er wollte nur lustig sein, sagte er. Die Beamten fanden dies weniger spaßig und zeigten den Mann an.

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