Minister nennt Vorfall „beunruhigend“

Nach Stromausfall in München: Bekennerschreiben aufgetaucht - Extremismus-Zentralstelle ermittelt

Kabelbrand - 20.000 Haushalte in München ohne Strom.
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Kabelbrand in München: Der massive Stromausfall könnte die Folge von Brandstiftung gewesen sein.

Nach dem Stromausfall in München, bei dem rund 20.000 Haushalte betroffen waren, ist nun ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Extremismus-Zentrale wurde eingeschaltet.

München - Nach dem Stromausfall in München hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) die Ermittlungen übernommen. Sie sei zuständig, weil ein extremistischer Hintergrund „nicht ausgeschlossen werden“ könne, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, bei der die ZET angesiedelt ist. Neue Erkenntnisse gebe es allerdings noch nicht. Jedoch gehen die Ermittler bei dem Vorfall von Brandstiftung aus.

Stromausfall in München: Linksextremistischer Anschlag?

Bei dem Feuer in einer Baugrube vor knapp zwei Wochen waren rund 50 Stromkabel der Mittelspannung vollkommen zerstört worden. In der Folge fielen etwa 150 Trafostationen aus. Etwa 20.000 Haushalte waren ohne Strom - einige von ihnen rund anderthalb Tage lang.

Minister ist beunruhigt: Stromausfall in München womöglich gezielter Anschlag

Die Polizei prüft inzwischen ein mögliches Bekennerschreiben aus dem linksextremen Milieu. Dem auf der Online-Plattform „Indymedia“ veröffentlichten Schreiben zufolge soll der Anschlag auf das Strom- und Glasfasernetz einem Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof gegolten haben. Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist auch der Verfassungsschutz eingebunden. Herrmann nannte den Vorfall „beunruhigend“.

Es ist nicht der erste Brandanschlag auf die Infrastruktur in Deutschland, der womöglich durch Linksextremisten verübt wurde. Die Polizei sei nun „sehr wachsam“. um mögliche weitere Anschläge rechtzeitig verhindern zu können. kah/dpa

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