Stromausfall: Sogar in Münchens bekanntestem Bordell blieb der Saft weg

München - Stromausfall im Münchner Norden: Ab 8.23 Uhr ging bei 20.000 Haushalten nichts mehr. Aufzüge blieben stecken, Ampeln fielen aus. Und dann musste auch noch die Feuerwehr anrücken.

Stromausfall: 20.000 Haushalte betroffen

Zack – plötzlich war es finster. Wegen einer technischen Panne ist am Freitag das Stromnetz im Münchner Norden zusammengebrochen. Aufzüge blieben stecken, Ampeln fielen aus. 20 000 Haushalte ohne Strom!

Punkt 8.23 Uhr gingen in Nord-Schwabing, Freimann und Teilen von Milbertshofen die Lichter aus. „Wir haben sofort unsere Leute rausgeschickt“, sagt Stadtwerke-Sprecher Christian Miehling. 20 Minuten später wurde die Hälfte der 20 000 Haushalte wieder ans Netz genommen, die letzten 200 Kunden mussten bis Mittag ohne Strom auskommen.

Mehrere Ampeln funktionierten wegen des Stromausfalls nicht. So musste die Polizei den Verkehr an der Kreuzung Frankfurter Ring/Ingolstädter Straße händisch regeln. Auch in Münchens berühmtem Bordell, dem Leierkasten an der Ingolstädter Straße, war der Saft weg.

Bei BMW durften einige Mitarbeiter verfrüht ins Wochenende starten. „Wir haben einen kleinen Teil der Belegschaft heim geschickt, nachdem in einigen Nebenstandorten der Strom ausgefallen war“, sagt Sprecher Michael Rebstock. Die Produktion sei jedoch nicht betroffen gewesen. Auch die Tramlinie 23 verkehrte zwischen 8.23 und 8.43 Uhr gar nicht. Schuld am Chaos war ein defekter Schalter im Umspannwerk Freimann, der Rauch ausgelöst hatte. Bevor Techniker den Schaden reparieren konnten, musste die Feuerwehr das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter entrauchen. Laut den Stadtwerken ist ein Stromausfall in München selten. So war 2008 jeder SWM-Kunde im Schnitt sechs Minuten ohne Strom – der Bundesschnitt liegt bei 18 Minuten.

CS

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