Nach dem Desaster in München

Stromversorgung: Experte schlägt Alarm

München/Kassel - Hochspannungsexperte hebt nach dem Stromausfall in München den Finger. "Es gibt deutlich mehr Risiken als Früher."

Küchengeräte, Fernseher, Tram, S- und U-Bahn. In München ging am Donnerstag Morgen nichts mehr. Der Millionenstadt hatte man den Saft abgedreht. Jetzt schlagen die Experten Alarm.

So kam der Strom wieder in die Stadt

So kam der Strom wieder in die Stadt

Die Stromnetze in Deutschland sind nach Ansicht des Hochspannungsexperten Albert Claudi von der Universität Kassel nicht mehr so sicher wie noch vor 10 oder 20 Jahren. „Wir haben heute nicht mehr die Stabilität im Stromnetz“, sagte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in München. Es gebe deutlich mehr Risiken. „Und auf der anderen Seite versuchen die Energieversorger auch, ein bisschen an der Kostenschraube zu drehen.“ Wartungskosten würden beispielsweise reduziert. „Das versucht man natürlich zu machen, ohne die Zuverlässigkeit zu vernachlässigen, aber das gelingt eben nicht immer.“

Verglichen mit anderen Ländern habe Deutschland aber noch immer eine der besten und zuverlässigsten Stromversorgungen. Rein statistisch habe jeder Bundesbürger bis zu 17 Minuten im Jahr keinen Strom.

Das sagen unsere User zum Münchner-Blackout.

mm/dpa

Rubriklistenbild: © Gaulke

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