Student um 1000 Euro Kaution betrogen

München - Ein 21-jähriger Student ist Opfer eines Kautionsbetrugs im Internet geworden. 1000 Euro hat er einem vermeintlichen Vermieter überwiesen - und nie wieder etwas von ihm gehört.

Schon wieder ist es zu einem Fall von Kautionsbetrug im Zusammenhang mit der Anmietung einer Wohnung über das Internet gekommen. In dem aktuellen Fall ist ein 21-jähriger spanischer Physikstudent Opfer eines Betrügers geworden. Im Juli suchte er für ein Auslandssemester in München eine Wohnung über das Internetportal www.easywg.de und fand ein günstiges Zimmer an der Landsberger Straße. Per E-Mail schrieb ihm der angebliche Vermieter, dass er sich beruflich in England aufhalten würde und die Wohnung von dort aus vermieten müsse. Er forderte den Studenten auf, ihm 1000 Euro Kaution im Voraus zu zahlen. Dafür würde er ihm dann den Schlüssel übersenden. Der Student ließ sich täuschen und überwies das Geld auf das englisches Bankkonto des vermeintlichen Vermieters. Einen Schlüssel zur Wohnung hat der 21-Jährige jedoch niemals erhalten.

Zur Legitimation hatte der Betrüger dem Studenten einen eingescannten Ausweis geschickt. Dieser stammte jedoch von einer weiteren Wohungssuchenden. Auch der geschädigte Student hatte seinen eigenen Ausweis eingescannt und an den Betrüger geschickt.

Die Polizei warnt nun vor weiteren Kautionsbetrügern im Internet. Erkennbar sei der Betrug daran, dass von einem vermeintlichen deutschen Anbieter eine E-Mail - meist in englischer Sprache - versendet wird. In dieser E-Mail wird mitgeteilt, dass der Vermieter sich momentan nicht in Deutschland aufhält und darum keine persönliche Besichtigung der Wohnung möglich ist. Deshalb wird um Vorkassezahlung gebeten, nach deren Eingan der Schlüssel zur Wohnung verschickt werden soll.

Die Polizei rät, keine Kaution ohne vorherige Besichtigung zu zahlen und bei Internetkäufen niemals seinen Ausweis einzuscannen und per E-Mail zu verschicken. Außerdem sei generell Vorsicht bei Bargeldtransferzahlungen geboten.

Wer dennoch Opfer eines Kautionsbetrugs im Internet geworden ist, sollte den Fall bei der Polizei anziegen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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