Täter wurde am Isartor festgenommen / Lob von der Polizei

Student (29) verfolgte den Messermann aus der U-Bahn

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Er verfolgte einen Messerstecher: Krunoslav M.

München - „Ein bisschen wie im Krimi“ hat er sich schon gefühlt, der Münchner Bankangestellte Krunoslav M. (29): Minutenlang verfolgte der mutige Münchner am Morgen des 13. Februar heimlich einen unberechenbaren Messerstecher durch den Münchner Untergrund.

Das war nicht ungefährlich. Denn der Obdachlose (64) hatte kurz vorher auf der Rolltreppe von der U1 im Hauptbahnhof den Studenten Robert S. (26) mit einem fürchterlichen Schnitt die Wange vom Ohr bis zur Nase aufgeschlitzt.

Krunoslav M. war auf dem Weg zur Arbeit. Auf der Rolltreppe wurde er zufällig Zeuge des zunächst verbalen Streits zwischen S. und dem Obdachlosen, der bereits in der U-Bahn wegen eines auf dem Sitz stehenden Rucksacks begonnen hatte: „Die beiden schossen links an mir vorbei. Plötzlich sah ich ein Messer, in dass ich beinahe noch selbst hineingerannt wäre.“ Am Ende der Rolltreppe brach der Student blutüberströmt zusammen. Krunoslav M. sah, dass sich mehrere Leute sofort um das Opfer kümmerten. „Ich dachte, was würdest du wollen, wenn du das Opfer wärst?“ Den Täter fassen. Ganz klar. Also griff der 28-Jährige nach seinem Handy, dass sich nach kurzer Verzögerung wieder einloggte (siehe Bericht unten) und wählte Notruf 110: „Wir stiegen in die S4 nach Ebersberg. Ich habe immer zehn Meter Sicherheitsabstand gehalten und dabei leise mit der Polizei telefoniert.“ Am S-Bahnhof Isartor endlich – Krunoslav kam es vor wie eine Ewigkeit – stiegen uniformierte Polizisten ein und nahmen den überraschten Täter fest. Nun sitzt er wegen Mordversuchs in U-Haft. Er hauste seit Jahren an der Isar, fuhr tagsüber ziellos durch die Gegend. Er war nüchtern und noch nie straffällig geworden.

Schon allein deshalb waren Polizeivizepräsident Robert Kopp und Josef Wilfling (Chef der Münchner Mordkommission) voll des Lobes: „Ohne seine Hilfe hätten wir den Täter vermutlich lange suchen müssen. “ Krunoslav M.‘s Einsatz sei ein perfektes Beispiel dafür, „dass helfen nicht bedeutet, sich in Gefahr zu begeben.“ Als Anerkennung bekam der junge Banker 300 Euro. dop

Quelle: tz

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