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Studenten wehren sich gegen Räumung auf Raten

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Ein symbolisch überreichter Fresskorb sollte am Dienstag auf die Situation der Studenten in der LMU aufmerksam machen. © Seidl

München - Der Streik an der LMU geht weiter. Am Dienstag überreichten Studenten ihren Studienkollegen über ein Fenster einen Fresskorb. Auch über Silvester soll das Gebäude besetzt bleiben.

Die Türen sind mit dicken Eisenketten verschlossen. Auf der Wiese stecken selbst gezimmerte Kreuze in der Wiese, auf einem Grab flackern Kerzen. Der Bildungsstreik an der LMU geht auch über die Weihnachtszeit weiter. 

Draußen vor dem Gebäude steht eine kleine Gruppe, in Jacken gepackt. Es sind weniger geworden. Doch ans aufhören denken sie nicht. "Die wollen unsere Studienkollegen da drinnen aushungern lassen", klagt ein Demonstrant vor der Universität.

Seit gestern sind die Türen der LMU verschlossen. Jeder Besetzer darf zwar die Uni verlassen, kommt dann jedoch nicht mehr rein. "Räumung auf Raten" oder eine "bewusste Aushungerung" werfen die Demonstranten der Unileitung vor. 

Ein Fresskorb für "ausgehungerte" Besetzer

"Die Studenten drinnen haben seit Weihnachten nicht mehr geduscht, haben kein Deo und müssen ihre Essensvorräte inzwischen rationieren", schildert die Studentin Lisa Schnell die Situation der 20 bis 30 Besetzer im Gebäude. Ein symbolisch überreichter Fresskorb sollte am Dienstag auf deren Situation aufmerksam machen.

Auch über Silvester wollen die protestierenden Studenten ihre Besetzung fortsetzen. Ein Ende ist nicht in Sicht.

cse

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