Gutachten laufen

Nachverdichtung in der Studentenstadt: Tausende neue Wohnungen geplant

Hochhäuser der Studentenstadt in Freimann in München.
+
Die Studentenstadt in Freimann ist in die Jahre gekommen.

Gute Nachrichten für Studenten: In Deutschlands größter Wohnanlage für Studierende könnten bis zu 1200 neue Wohnheimplätze entstehen.

München - Bereits 2016 hatte das Studentenwerk erste Pläne für die Nachverdichtung vorgelegt. Potenzial wird vor allem in den westlichen Gebäuden der Studentenstadt und im wenig genutzten Parkdeck gesehen, das einem Neubau weichen könnte. Die bisherigen Gebäude stammen aus den Jahren 1961 bis 1978. Einer der Gebäudekomplexe wurde bereits saniert. Weitere sollen folgen, wobei eine Aufstockung um bis zu zwei Geschosse vorstellbar ist.

Nachverdichtung in der Studentenstadt: auch Kitaplätze geplant

Geplant sind auch wohnortnahe Kitaplätze. Dies ist mit hohen Kosten verbunden, aber derzeit ist die Finanzierung noch nicht geklärt. Ein weiteres Problem sind die hohen Verkehrslärmwerte von der nahen Autobahn, der Ungererstraße, dem Föhringer Ring und der U-Bahnlinie U6. Hierzu finden seit Ende 2019 Gespräche zwischen Studentenwerk und Freistaat statt, bislang noch ohne konkretes Ergebnis. 

Studentenstadt in Freimann: Gutachten laufen

Derzeit laufen die Gutachten für die Erweiterung der Studentenstadt. Im Anschluss gibt es einen städtebaulichen Wettbewerb. Ein Teil des Masterplans ist der Busbahnhof Studentenstadt. Durch das Neubaugebiet auf dem Gelände der früheren Bayernkaserne und weitere Nachverdichtungen im Umland stößt der öffentliche Nahverkehr an seine Grenzen. Neben Taktverdichtungen sind auch der Einsatz von Buszügen mit bis zu 23 Metern Länge im Gespräch. Die MVG möchte den Bahnhof barrierefrei gestalten. Mit dem Umbau soll noch dieses Jahr begonnen werden.

Auch die P+R-Anlage westlich des U-Bahnhofes Studentenstadt steht im Fokus. Mit 405 Stellplätzen ist sie Münchens größte ebenerdige P+RAnlage. Allerdings verweist das Planungsreferat auf den „unwirtschaftlichen Flächenverbrauch“. Ein Parkhaus würde Platz sparen. Parallel zum Neubau würde auch die Zufahrt über den Föhringer Ring und über die Ungererstraße erweitert.

Zunächst soll aber die Machbarkeitsstudie für die Seilbahn im Münchner Norden abgewartet werden. Beim Seilbahnbau käme dem Gebiet um die Studentenstadt eine Schlüsselfunktion zu, wobei die Seilbahn viel Fläche für sich beanspruchen würde.

Auch in Giesing entstehen Hunderte Wohneinheiten. Dort entseht eine XXL-Studentenstadt.

Michael Hellstern

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare