Bomben-Alarm in Berliner McDonald‘s

Bomben-Alarm in Berliner McDonald‘s

Zähne weg nach Hunde-Schmatz

Schäferhund-Attacke: Rudolf G. erhält 3250 € Schmerzensgeld

+
Rudolf G. (68) vor Gericht: Die Schäden an seinen Zähnen bekommt er jetzt ersetzt.

München - Eigentlich war es nur eine freudige Begrüßung zwischen Mensch und Hund - doch dabei ging eine Zahnbrücke zu Bruch. Nun muss das Frauchen des Vierbeiners eine Strafe zahlen.

Eigentlich war es nur eine freudige Begrüßung. Als der Schäferhund Camillo im Juni 2013 seinen Bekannten Rudolf G. (68) vor dessen Haustür in Berchtesgaden sah, stürmte er sofort wedelnd auf ihn zu. Doch vor lauter Glück konnte sich Camillo nicht mehr bremsen - und knallte mit seiner Schnauze voll an seinen Kopf. So heftig, dass G.s Zahnbrücke zerdrückt und der Befestigungszahn ausgeschlagen wurde.

Bei aller Liebe: Das fand Rudolf G. gar nicht lustig. Er verklagte die Besitzerin (50) von Camillo auf 5500 Euro Schadenersatz für die neuen Zähne sowie 1500 Euro Schmerzensgeld. Am Mittwoch verhandelte das Oberlandesgericht (OLG) den Fall.

Das Landgericht Traunstein hatte Rudolf G. bereits Rechtgegeben, reduzierte das Schmerzensgeld aber auf 500 Euro. Aber die Haftpflichtversicherung, die den Schaden zahlen soll, legte Berufung gegen das Urteil ein. Ihr Verdacht: Angeblich nutze der Kläger den Vorfall nur aus, um sich auf Kosten Dritter die Zähne sanieren zu lassen. Zumal diese bereits vorgeschädigt gewesen seien.

Opfer: "Er ist ein freundlicher Hund"

Auch das OLG hatte "ein bisschen Bauchgrummeln, ob es sich so zugetragen hat". Rudolf G. sagte am Mittwoch aus, er habe sich gebückt, um seine Schuhe anzuziehen, als Camillo angerannt kam. "Erst schnüffelte er, dann fuhr er mit dem Kopf blitzartig nach oben." G., der selbst Hunde hält, gibt Camillo keine Schuld. "Er ist ein freundlicher Hund." Noch heute mögen sie sich gern. Auch das Frauchen bezeichnet Camillo als "freundlich und lieb". Sie wollte am 6. Juni 2013 lediglich kurz bei Rudolf G. vorbeifahren, den sie seit neun Jahren kennt. Noch bevor sie die Leine anlegen konnte, lief Camillo aber los. "Ich hab's direkt knallen hören", sagt sie. G. habe sich an den Mund gefasst und geblutet.

Am Ende einigten sich beide in einem Vergleich: Camillos Frauchen muss 3250 Euro an Rudolf G. zahlen.

20 kuriose Tier-Urteile

Auch interessant

Meistgelesen

Münchens hässlichste Plätze: Versprechen viel - halten wenig
Münchens hässlichste Plätze: Versprechen viel - halten wenig
Darum sollte jeder Münchner unsere Stadtviertel-Seiten auf Facebook kennen
Darum sollte jeder Münchner unsere Stadtviertel-Seiten auf Facebook kennen
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
An die Münchner, die den Dreck ihrer Hunde nicht wegmachen
An die Münchner, die den Dreck ihrer Hunde nicht wegmachen

Kommentare