tz-Layouterin erzählt von Sturm-Odyssee

Horrorfahrt: Endlose Stunden im München-ICE

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Nach endlosen Stunden begann die Räumung des ICE.

München - Beatrix Schmitt wohnt am westlichen Rand von Augsburg und pendelt täglich nach München. Meistens mit dem ICE, denn ihr Arbeitsplatz, die tz-Redaktion, liegt direkt neben dem Hauptbahnhof. Am Dienstag hat die Layouterin eine wahre Horrorfahrt mitgemacht.

tz-Layouterin Beatrix Schmitt erzählt von ihrer Horrorfahrt im ICE am Dienstag:

tz-Layouterin Beatrix Schmitt.

Um 8.55 Uhr sollte der ICE in Augsburg abfahren, doch es war eine 20-minütige Verspätung angekündigt mit Umleitung über den Münchner Norden – wegen der Streckensperrung bei Lochhausen (siehe Text rechts). Kurz vor halb zehn fuhr der Zug ab, gegen 10.20 Uhr sollte der ICE den Münchner Hauptbahnhof erreichen. Ein Verspätung, bei der der Chef noch ein Auge zudrücken könnte. Doch Beatrix Schmitt kommt nicht weit: Bei Mering bremst der Express abrupt ab. Wie sich später herausstellt, ist die Oberleitung beschädigt.

Zur aktuellen Wetterlage am Mittwoch berichten wir im Ticker.

Erst heißt es, von München komme eine Lok, die den Zug abschleppt, dann, dass gar nichts mehr geht. Die Luft wird schlecht, weil die Klimaanlage nicht arbeitet, es gibt ja keinen Strom. Endlich hat das Zugpersonal ein Einsehen und öffnet die Türen. Durchatmen. Aber es geht nichts voran. Fast alle im Zug nehmen es fatalistisch. Um 11.40 Uhr kommt die Feuerwehr und erdet die abgerissene Oberleitung. 20 Minuten später beginnt die Evakuierung, die geschlagene zwei Stunden dauert.

Sturmtief Niklas: Die Bilder unserer Leser

Sturmtief Niklas Leserbilder
Mit dieser Lok wurde ein Alex zurück nach Moosach gezogen. Der Zug war auf der Strecke liegengeblieben, da die Oberleitung durch den Sturm zerstört wurde. © fkn
Nichts ging mehr: Die Bahn hat ihren Betrieb irgendwann eingestellt. © 
Der Sturm Niklas legt gerade ganz Bayern lahm: Die Bahn hat den Betrieb nahezu eingestellt, Bäume stürzen auf Häuser und Straßen, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Unsere Leser haben uns Bilder geschickt. © 
Der Sturm Niklas legt gerade ganz Bayern lahm: Die Bahn hat den Betrieb nahezu eingestellt, Bäume stürzen auf Häuser und Straßen, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Unsere Leser haben uns Bilder geschickt. © 
 © Der Sturm Niklas legt gerade ganz Bayern lahm: Die Bahn hat den Betrieb nahezu eingestellt, Bäume stürzen auf Häuser und Straßen, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Unsere Leser haben uns Bilder geschickt.
Eine Schreinerei im Münchner Umland wurde von Bäumen umzingelt. © 

Um 14.10 Uhr steht Beatrix Schmitt endlich neben der Bahnstrecke und wartet auf die versprochenen Busse. Drei kommen – und die sind sofort voll und weg. Die Layouterin ruft in der tz an und nimmt einen Urlaubstag. Dann kommen ein paar Taxis, die nach Augsburg fahren. Beatrix Schmitt ergattert einen Platz. Um 16.45 Uhr ist sie zu Hause.

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