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Turbulente Premiere für Superbloom-Festival: Start läuft glatt, aber dann kippt die Stimmung

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Von: Leoni Billina

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Superbloom-Festival im Münchner Olympiapark: Das Fazit nach dem Wochenede ist gemischt.
Superbloom-Festival im Münchner Olympiapark: Das Fazit nach dem Wochenende ist gemischt. © Klaus Haag

Das Superbloom-Festival 2022 lockte Tausende in den Olympiapark in München. Es hakte jedoch an einigen Stellen ziemlich. Einige Fans nehmen kein Blatt vor den Mund.

München – Endlich wieder tanzen, feiern, Spaß haben! Am Wochenende hat im Olympiapark das Superbloom-Festival stattgefunden. Ein buntes Programm mit Musikern, Künstlern und Artisten lockte zehntausende Menschen an. Die Bilanz des Wochenendes fällt jedoch gemischt aus – gerade in den sozialen Medien wurde Kritik an der Organisation laut.

Superbloom-Festival: Der Start lief noch glatt, dann kippte die Stimmung

Dabei lief der Start glatt: Besucher strömten auf das Festival-Gelände, die Stimmung ausgelassen, fröhlich. „Das ist so ein Moment, für den machst du deine Arbeit“, sagt Fruzsina Szép (44), die Organisatorin des Festivals. Zwei Jahre lang musste das Superbloom wegen Corona verschoben werden, umso größer war die Freude, dass es endlich losgehen konnte.

Der Ort ihrer Veranstaltung, der Olympiapark, hat für Szép eine besondere Bedeutung: „Ich bin mit einem blinden Papa aufgewachsen und früher oft mit ihm im Olympiapark spazieren gegangen“, erzählt sie. „Er hat mir beigebracht, die Welt mit allen Sinnen zu spüren und zu erleben.“ Das sei auch Teil der Idee für Superbloom gewesen – ein Festival für alle Sinne. Neben etwa 60 Konzerten auf mehreren Bühnen von Superstars wie Macklemore, Calvin Harris oder Rita Ora und unzähligen weiteren Künstlern traten von 11 Uhr bis Mitternacht Artisten und Tänzer auf, Aktivisten und Podcaster informierten über ihre Arbeit. Für die kleinen Festival-Besucher gab es ein „MiniBloom“ mit Musik, Zauberern und kleinen Überraschungen.

Fans feiern in München beim Superbloom-Festival

So waren auch einige Familien unterwegs: „Meine ältere Tochter liebt Festivals, deswegen wollten wir mal alle zusammen gehen“, sagt Wolfgang (45), der mit Frau und Töchtern aus Memmingen gekommen war. Auch Denise (21) und Jana (23) sind angereist, aus Stuttgart. „Wir sind das allererste Mal auf einem Festival und finden es super“, sagt Denise, Glitzer im Gesicht und eine grüne Sonnenbrille auf der Nase.

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Superbloom-Festival in München: Schlechtes Wetter vermiest vielen die Laune

Gegen 16 Uhr kippte dann allerdings nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung. Ein heftiges Gewitter brach über die Stadt herein, schwarz der Himmel über dem Olympiastadion. Die Organisatoren wiesen die Besucher an, sich unterzustellen, das Programm wurde für etwa eineinhalb Stunden unterbrochen. Zum Unmut der Gäste schlossen auch die Speisen- und Getränkestände. „Toiletten überfüllt, ewige Schlangen bei den Versorgungsständen. Gebt uns endlich mal ’ne Info!!!“, schimpfte eine Teilnehmerin auf Facebook.

Superbloom-Festival in München: Menschenmassen warten auf Einlass. Auf Twitter machen Besucher ihrem Ärger Luft.
Superbloom-Festival in München: Menschenmassen warten auf Einlass. Auf Twitter machen Besucher ihrem Ärger Luft. © Screenshot twitter

„Weiß gar nicht, wieso sich alle über das Superbloom aufregen“

Andere hatten trotzdem ihren Spaß – als sich das Gewitter verzogen hatte, stapften sie fröhlich zu den Konzerten. „Weiß gar nicht, wieso sich alle über das Superbloom aufregen. Hatte gestern so einen schönen Tag und freue mich mega auf heute“, schrieb eine Festival-Besucherin begeistert am Sonntag auf Twitter.

Superbloom Ärger um Auftritt von Calvin Harris: Stage geschlossen – viele Fans gehen leer aus

Am späteren Samstagabend wurde erneut Kritik laut: Aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen wurde das Olympiastadion beim Auftritt von Headliner Calvin Harris geschlossen. Menschen versuchten, sich durch die Absperrungen zu quetschen, forderten ihr Geld zurück.

So reagieren die Superbloom-Organisatoren auf die Kritik

Die Superbloom-Organisatoren zeigten Verständnis für die Kritik. „Wir wollen uns nicht vor Kritik verstecken“, betonte Szép am Sonntag. Das Stadion musste aus sicherheitstechnischen Gründen geschlossen werden. „Es sind in kurzer Zeit sehr viele ins Stadion gekommen. Wir haben es leider nicht geschafft zu kommunizieren, dass alle sich so platzieren, dass weitere Leute reinkommen können“, sagte Szép. Auch das soll in Zukunft verbessert werden. „Natürlich soll es so sein, dass du als Zuschauer alle Auftritte sehen kannst. Wir werden daran arbeiten.“

Denn: Superbloom soll auch kommendes Jahr wieder am ersten September in Olympiapark stattfinden. Die Münchner können sich also auch 2023 auf ein ebenso buntes, diverses und vielfältiges Festival freuen.

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